Die Caritas-Ambulanz kehrt nach längerer Renovierungszeit aus ihrem Ausweichquartier in der Turmstraße zum angestammten Platz an den Bahnhof Zoo zurück. Nach einem großen Wasserschaden im Januar 2023, der eine umfangreiche Renovierung und einen befristeten Umzug notwendig machte, erfolgte der Zwangsumzug. Damit kommt das laut Caritas älteste medizinische Versorgungsprojekt für Wohnungslose in Berlin an seinen angestammten Platz in die Jebensstraße 3 hinter dem Bahnhof zurück.

Zur Wiedereröffnung am alten Standort findet am 7. Januar 2026 um 12 Uhr eine Feier mit prominenten Gästen statt. So hat sich Frank Zander angekündigt, der das Projekt seit vielen Jahren unterstützt. Der Künstler und Stifter hatte unter anderem mit einer Spende von 20.000 Euro die Anschaffung des neuen Fahrzeugs ermöglicht. „Die Caritas-Ambulanz ist ein zentraler Bestandteil der Versorgungsstruktur in der Hauptstadt und eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit dem Lebensmittelpunkt Straße, Menschen ohne Krankenversicherungsschutz und Menschen ohne Papiere“, teilt ein Sprecher des Caritas-Verbands für das Erzbistum Berlin mit.

Caritas-Ambulanz versorgt kostenlos Berliner Obdachlose seit 1992

Seit 1992 versorgt die Caritas-Ambulanz kostenlos obdachlose und nicht krankenversicherte Menschen ärztlich, pflegerisch und sozialarbeiterisch. Sie ist die älteste von sechs Einrichtungen der medizinischen Versorgung von wohnungslosen Menschen in Berlin. Zu Beginn startete das Hilfsangebot direkt auf der Straße, ab 1993 in den Ambulanzräumen über der Suppenküche der Franziskaner in Pankow und später in einer kleinen Kammer in der Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo. Im Januar 2000 wurden die Räume in der Jebensstraße angemietet, wo die Ambulanz mehr als 20 Jahre eine Anlaufstelle für Hilfsbedürftige war.

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Drei Jahre nach dem Wasserschaden, der den Umzug nötig machte, erfolgt nun die Rückkehr. Die Caritas-Ambulanz bietet eine hausärztliche Grundversorgung, gibt Medikamente aus und ist auf die Wundversorgung chronischer Wunden spezialisiert. Außerdem gibt es eine psychiatrische Sprechstunde. Sie versorgt nach eigenen Angaben durchschnittlich 2000 Personen jährlich, ein Viertel davon regelmäßig. Das Team besteht aus Sozialarbeitern, Pflegepersonal, Verwaltungskräften, zwei ehrenamtlichen Ordensschwestern und 25 ehrenamtlichen Ärzten. Diese sind auch in weiteren medizinischen Hilfsangeboten wie dem Arztmobil, dem Zahnmobil und der Krankenwohnung engagiert. Diese Angebote haben sich aus der Caritas-Ambulanz heraus entwickelt.

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