Der Abriss der maroden A100-Brücke im Berliner Westen soll Anfang kommender Woche beginnen. Derzeit liefen noch die Vorbereitungen, sagte der Sprecher der Autobahn GmbH Nordost, Ralph Brodel. An welchem Tag es dann genau mit dem Abbruch losgehe, sei noch unklar.
Unter anderem müssten vorher eine Baustraße angelegt, Höhenunterschiede ausgeglichen, Baucontainer aufgestellt und Absperrungen eingerichtet werden. 1.000 Kubikmeter Kies sowie Matten für das Fallbett seien bereits vor Ort. Damit sollten Schienen und Kabel, die unter der Brücke verlaufen, geschützt werden. So bleibe die Infrastruktur trotz herabfallender Betonteile unbeschädigt, sagte Brodel.
Aktuelle Beiträge aus Charlottenburg-Wilmersdorf
- Wohnkomplex in Wilmersdorf: Degewo stoppt Sanierung der „Schlange“
- Baumbeete: Bezirk bringt Anwohnern kostenlos Pflanzen vor die Haustür
- Antikmeile: Jubiläum mit alten Möbeln und neuem Konzept
- Schlangenbader Tunnel: Wieso die Wiedereröffnung auf der Kippe steht
- Bahnhof Zoo: Polizei findet getarnten Elektroschocker
- Heizkraftwerk: Kastanien nach Gerichtsbeschluss erneut in Gefahr
A100-Brücke: Knabberer trennen einzelne Betonteile von der Brücke
Wenn der Abbruch dann beginne, würden Baumaschinen mit riesigen Presslufthämmern die Brücke zunächst an bestimmten Stellen lockern. Dann kämen sogenannte Knabberer zum Einsatz, die einzelne Betonteile von der Brücke trennen. Diese fielen dann kontrolliert in das Fallbett, wo sie weiter zerkleinert und dann abtransportiert würden, sagte Brodel.
Auch interessant
Die Autobahn GmbH hatte Mitte der Woche mitgeteilt, dass die sogenannte Ringbahnbrücke am Autobahndreieck Funkturm bis Ende des Monats abgerissen werden soll. Grund dafür ist ein schon seit langem bekannter Riss im Tragwerk des Bauwerks, der sich überraschend vergrößert hatte. Deshalb wurde die dreispurige Fahrbahn Mitte März kurzfristig für den Autoverkehr gesperrt. Etwas später wurde auch die unter der Brücke verlaufende S-Bahn-Trasse gesperrt.
tok/dpa



