Eine Frau ist bei einem Unfall in Berlin-Charlottenburg gestorben. Wie die Feuerwehr auf X mitteilte, war ein Auto auf der Tauentzienstraße in den frühen Mittwochmorgenstunden mit einer Betonmauer kollidiert und danach in Flammen aufgegangen. Eine Person konnte sich schwer verletzt selbst aus dem brennenden Wagen retten. Zwei weitere waren im Unfallfahrzeug eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Beide wurden lebensbedrohlich verletzt und in Spezialkliniken gebracht.
Am Mittwoch teilte die Berliner Polizei beim Kurznachrichtendienst X mit, dass es sich um ein „Alleinrennen“ gehandelt habe. Von einem „Alleinrennen“ spricht man in juristischen Kreisen, wenn rücksichtslos gerast wird. Gemäß § 315d I Nr. 3 StGB (Strafgesetzbuch) macht sich derjenige strafbar, der sich grob verkehrswidrig verhält, um eine sehr hohe Geschwindigkeit auf dem Tacho zu erreichen.
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Den Polizei-Angaben zufolge war der BMW, in dem sich zwei Frauen und zwei Männer befanden, gegen 1.45 Uhr mit hoher Geschwindigkeit zunächst auf dem Kurfürstendamm und dann auf der Tauentzienstraße in Richtung Wittenbergplatz unterwegs. In Höhe Marburger Straße geriet der Wagen zunächst ins Schlingern, kam dann nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Betoneinfassung auf dem Mittelstreifen. Anschließend drehte sich der BMW um 180 Grad, kam zum Stehen und geriet in Brand. Ersthelfer, darunter ein Busfahrer, begannen bis zum Eintreffen der Feuerwehr damit, den Brand zu löschen.
Eine Frau, deren Identität noch nicht geklärt werden konnte, verstarb am Unfallort. Rettungskräfte brachten die andere Frau, 20 Jahre alt, und die beiden 25 und 27 Jahre alten Männer in Krankenhäuser. Zwei Polizisten erlitten durch das Feuer Rauchgasvergiftungen. Sie wurden zu ambulanten Behandlungen in eine Klinik gebracht und beendeten anschließend ihre Dienste. Auch fünf Ersthelfer wurden im Zuge des Unfalls leicht verletzt. Nach Feuerwehrangaben waren 60 Kräfte im Einsatz. Mehrere Notärzte und ein Rettungshubschrauber waren vor Ort.

Polizei: Noch unklar, wer den BMW fuhr
Der Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße waren zwischen Joachimsthaler Straße und Nürnberger Straße gesperrt. Während die Sperrung in Richtung Wittenbergplatz bis etwa 9 Uhr aufrechterhalten werden musste, konnte der Verkehr für die andere Fahrtrichtung gegen 7.20 Uhr wieder freigegeben werden.
Entgegen erster Erkenntnisse kann aktuell nicht gesagt werden, wer den Wagen fuhr. Die Ermittlungen diesbezüglich sowie zur genauen Unfallursache dauern an und werden vom Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 2 (West) geführt. Nach Informationen von vor Ort hatte der BMW 6er Gran Coupe ukrainische Kennzeichen. BM/dpa





