Neuer Träger

Nachbarschaftshaus am Lietzensee wird wiedereröffnet

Philipp Siebert
Das Nachbarschaftshaus am Lietzensee

Das Nachbarschaftshaus am Lietzensee

Foto: Philipp Siebert

An der Herbartstraße wird es bald wieder einen Kieztreff geben. Eine große karitativen Organisation soll als neuer Träger einziehen.

Charlottenburg. Zuletzt wurde gehämmert, gestrichen und gesägt. Bald soll an der Herbartstraße 25 aber wieder Schach gespielt, getanzt und gesungen werden. "Ich gehe davon aus, dass wir im zweiten Quartal 2019 wieder eröffnen", sagt Charlottenburg-Wilmersdorfs amtierender Sozialstadtrat Arne Herz (CDU). Die wesentlichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten im Nachbarschaftshaus am Lietzensee seien bereits abgeschlossen oder stünden kurz vor dem Abschluss. Nur eine neue Beleuchtung fehle noch. Sie soll laut Herz bis Ende März installiert werden.

Mit einer "großen, bundesweit tätigen, karitativen Organisation" sei außerdem bereits ein neuer Träger gefunden, so der Stadtrat weiter. Um wen es sich dabei handelt, wollte er nicht sagen, weil der Mietvertrag noch nicht unterschrieben sei. Klar sei aber, dass einige der alten Untermieter zurückkehren können, was laut Herz "Teil der Ausschreibung" war. Dazu gehören etwa ein Schach-Club, Selbsthilfegruppen oder spezielle Angebote für Senioren.

Wilmersdorfer Seniorenstiftung bewarb sich nicht

Ende 2017 wurde das Nachbarschaftshaus, das dem Bezirk gehört, zwecks Sanierung geschlossen. Ursprünglich war von einer Wiedereröffnung bereits im Herbst 2018 die Rede. Schnell wurde aber klar, dass die anstehenden Arbeiten wohl doch umfänglicher ausfallen werden als geplant. Der Schließung ging ein langer Streit zwischen dem damaligen Trägerverein "Nachbarschaftshaus am Lietzensee" und dem kürzlich verstorbenen Sozialstadtrat Carsten Engelmann voraus.

Der CDU-Politiker plante ursprünglich, dass nach der Sanierung die Wilmersdorfer Seniorenstiftung einzieht und das Haus betreibt. Allerdings musste sich Engelmann der Mehrheit der Bezirksverordnetenversammlung geschlagen geben und veranlasste eine Ausschreibung. Dabei habe sich die Seniorenstiftung nicht beworben, sagt Stadtrat Herz, der das Sozialressort kommissarisch übernommen hat.