Verkehr

Neue Behinderungen am Dreieck Funkturm

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Thomas Fülling
Der Verkehrsknoten am Dreieck Funkturm.

Der Verkehrsknoten am Dreieck Funkturm.

Foto: dpa Picture-Alliance / Michael Kappeler / picture alliance / dpa

Kommende Woche starten erste Untersuchungen für den Umbau des maroden Verkehrsknotens im Südwesten.

Berlin. Autofahrer müssen sich auf neue Einschränkungen im Bereich des Autobahndreiecks Funkturm einstellen. Am Montag beginnen am Übergang der Stadtautobahn A 100 zur Avus (A 115) erste Voruntersuchungen für den geplanten Umbau des Verkehrsknotens, wie die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) am Mittwoch mitteilte. Laut Deges-Sprecher Lutz Günther handelt es sich bei den Vorarbeiten um Bohrarbeiten zur Erkundung der Baugrundverhältnisse. Diese sollen vor allem Erkenntnisse über die Bodenbeschaffenheit liefern.

Sperrungen von Verkehrsflächen seien nur vereinzelt und ohne größere Beeinträchtigungen im Bereich des Rasthofes Avus und der Halenseestraße zu erwarten, so Günther. Die Deges bittet die Autofahrer dennoch um „besondere Aufmerksamkeit im Baustellenbereich“. Die Arbeiten werden laut Günther Anfang 2019 abgeschlossen. Mitte 2019 seien weitere Untersuchungen geplant, die sich dann an der geplanten Trassenführung orientieren werden.

Mit durchschnittlich 230.000 Fahrzeugen am Tag, darunter mehr als 12.000 schwere Lkw, ist das Dreieck Funkturm laut Senat „der bundesweit am stärksten belastete Autobahnverknüpfungspunkt“ und damit von „elementarer Bedeutung“ für die Mobilität der Stadt. Schon jetzt gibt es diverse Einschränkungen, vor allem für den Lkw-Verkehr.

Wann der Umbau des Dreiecks beginnt, ist noch völlig offen

So ist die Brücke über die Halenseestraße (Verbindung der A 100 zur A 115 in Fahrtrichtung Süd) für Lkw gesperrt und darf nur noch einspurig von Pkw befahren werden. Auf der Ringbahnbrücke (A 100, Fahrtrichtung Nord) dürfen Lkw nur noch die rechte Fahrspur nutzen. Zudem gilt Tempo 60. Bei weiteren Verschlechterungen des Bauwerkszustandes seien weitere Einschränkungen nicht auszuschließen, sagte Dorothee Winden, Sprecherin der Senatsverkehrsverwaltung.

Ursprünglich wollte der Senat schon 2015 mit der Sanierung des Autobahndreiecks beginnen. Doch Untersuchungen führten zu der bitteren Erkenntnis, dass die Schäden so groß sind, dass das Brückenkonglomerat durch einen kompletten Neubau ersetzt werden muss. Gleichzeitig soll damit die teilweise sehr unübersichtliche Verkehrsführung vereinfacht werden.

Die bundeseigene Deges, die in Berlin bereits den anspruchsvollen Ersatz-Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke in Charlottenburg (A 100) managt, hatte vom Senat vor Kurzem auch den Auftrag für Planung und Realisierung des millionenschweren Umbaus des Dreiecks Funkturm erhalten. Laut Deges-Sprecher Günther ist mit einer Eröffnung des dafür notwendigen Planfeststellungsverfahrens nicht vor 2022 zu rechnen. Wann die tatsächlichen Bauarbeiten beginnen, ist derzeit noch völlig offen.

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