Ein 22-jähriger Mann hat nach einem blutigen Streit vor einer Diskothek den Einsatz eines Messers zugegeben. Vor dem Berliner Landgericht erklärte der Angeklagte, er habe den Kontrahenten auf Abstand halten wollen. „Ich wollte ihn aber nicht schwer verletzen oder töten“, hieß es in der von seinem Verteidiger zu Prozessbeginn am Montag verlesenen Aussage.
Das 25-jährige Opfer war bei der Auseinandersetzung am 6. April 2013 im Stadtteil Charlottenburg lebensgefährlich verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Totschlag aus.
Der Angeklagte sagte, er habe sich in der Diskothek über das Verhalten des 25-Jährigen gegenüber einer Frau geärgert. Er habe den anderen Gast leicht geschubst und ihm bedeutet, „dass er sich benehmen soll“.
Angeklagter hatte Angriff mit Messer bestritten
Als der ihm fremde Mann einen Barhocker anhob, habe er sich bedroht gefühlt. Vor dem Lokal sei es zu einer Rangelei gekommen. Weil er befürchtete, der Kontraheut könnte Verstärkung bekommen, habe er das Messer gezogen. „Ich wollte aber nur pieken, nicht stechen“, sagte der nicht vorbestrafte Angeklagte.
In früheren Aussagen hatte er den Einsatz eines Messers bestritten. Der Prozess wird 21. August fortgesetzt.
dpa/bee

