City West

Weihnachtsbeleuchtung am Kudamm wird noch eindrucksvoller

Ende November wird es wieder hell in der City West: Dann wird die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. Die ist 2013 besonders aufwändig und reicht bis zum Wittenbergplatz – mit Lichtbaum am KaDeWe.

Foto: Amin Akhtar

Lichtspiralen, Sterne, Rentiere: Eine Shoppingtour über den weihnachtlich beleuchteten Kurfürstendamm gehört zum Pflichtprogramm im Advent. Nicht nur für Touristen, sondern auch für die Berliner. Und ab 26. November gibt es auch die passende Beleuchtung dazu: Gegen 18 Uhr werden der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (beide SPD) und Unternehmer Daniel Wall auf dem Joachimstaler Platz auf den Startknopf für die Festbeleuchtung drücken. Bereits zum zehnten Mal sorgt der Berliner Unternehmer dafür, dass sich der Kurfürstendamm zur Weihnachtszeit von seiner besten Seite zeigt.

Bevor er die Illumination zu seiner Sache machte, war es für die AG City jedes Jahr aufs Neue schwierig, überhaupt Geld von den Geschäftsleuten und Hauseigentümern für eine Beleuchtung zusammenzubekommen. 2004 schloss Wall mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf einen Vertrag, dass sich das Unternehmen um die Weihnachtsbeleuchtung kümmert. Die Zusammenarbeit mit Lichtdesigner Andreas Boehlke, der die Ideen in die Tat umsetzt, dauert genauso lange.

In diesem Jahr wird die Fest-Illumination nach Auskunft des Unternehmens Wall etwas mehr als die sonst üblichen 500.000 Euro kosten. Es ist schließlich Jubiläum. Als Kompensation hat das Unternehmen vom Bezirk Werbeflächen erhalten. Teile der Illumination seien aber auch nicht gegenfinanziert.

Beleuchtung macht Berlin zur „Romantik-Weihnachtsstadt“

„Dieses Sponsoringprojekt für die Stadt Berlin und die City West umzusetzen ist mir ein besonderes Herzensanliegen, für das ich mich persönlich stark engagiere, bis hin zur persönlichen Auswahl der einzelnen Lichtelemente. In diesem Jahr verlängern wir erstmals die Beleuchtung bis zum Wittenbergplatz – damit ist der Kudamm/Tauentzien der längste beleuchtete Boulevard der Welt“, sagt Daniel Wall.

Nach Einschätzung der Tourismusvermarkter hat sich Berlin längst zu einer „Romantik-Weihnachtsstadt“ entwickelt. „Und ohne diese Weihnachtsbeleuchtung wäre das nicht denkbar“, sagte der Geschäftsführer von Visit Berlin, Burkhard Kieker. Der Kurfürstendamm sei ein besonders leuchtendes Beispiel. Die Weihnachtsbeleuchtung sei nicht nur „besonders schön“, sondern auch einer der Punkte, die die City West weiter nach vorne brächten. Anlässlich des Jubiläums hat sich Wall neben den traditionellen Highlights in diesem Jahr etwas Neues, etwas Modernes einfallen lassen. Lichtinszenierungen des Architekten Ben Busche – er hat sein Büro in Madrid und sorgt dort für die Weihnachtsillumination – werden auch auf dem Kudamm für große Augen sorgen.

Sechs Meter hoher Lichtbaum gegenüber dem KaDe

Seine drei Lichtelemente befinden sich auf dem Joachimstaler Platz, wo die Gäste unter einer großen Lichtkuppel stehen. Leuchtende Würfel sorgen auf dem Mittelstreifen des Kudamms in Höhe Uhlandstraße für stimmungsvolle Effekte. Bei der dritten Inszenierung handelt es sich um herunterhängende Lichtspiralen, unter denen man Ecke Knesebeckstraße spazieren gehen kann.

Im vergangenen Jahr reichte die Beleuchtung vom Rathenauplatz in Halensee bis zur Bezirksgrenze von Charlottenburg-Wilmersdorf an der Tauentzienstraße Höhe Nürnberger Straße. Das restliche Stück der beliebten Einkaufsmeile auf Schöneberger Gebiet, an dem sich auch das KaDeWe befindet, blieb ohne Weihnachtsschmuck. Die Beleuchtung des Mittelstreifens und der Bäume hörte mittendrin abrupt auf, wirkte wie abgebrochen. Weil sich viele Berliner nach Auskunft von Wall-Unternehmenssprecherin Frauke Bank eine örtliche Verlängerung gewünscht und auch der Regierende Bürgermeister darum gebeten hätte, entschied sich Wall dafür. So wird es in diesem Jahr einen sechs Meter hohen Lichtbaum gegenüber dem KaDeWe geben und auf dem Platz vor dem U-Bahnhof Wittenbergplatz ein großes Eingangsportal. Der beliebte 25 Meter hohe Weihnachtszug mit seinen drei Wagen wird wieder auf dem Mittelstreifen des Kudamms Höhe Nestorstraße aufgebaut und dort leuchten. Der 15 Meter hohe Buddy Bär begrüßt die Gäste am Rathenauplatz. Und auch das Leichtflugzeug, das 2012 zum ersten Mal den George-Grosz-Platz schmückte, soll wieder dort stehen. Auch der sechs Meter hohe Berlin-Buchstaben-Schriftzug auf dem Mittelstreifen des Tauentzien zwischen Nürnberger und Marburger Straße wird wieder Fotografen anziehen. Die Bilder gehen um die Welt.

230 Kilometer Lichterketten und Dankesbriefe aus aller Welt

Kein Wunder: Die Lichtelemente sind eindrucksvoll, würde man sie alle übereinanderstellen, würden diese hoch bis zur Kuppel des Fernsehturms reichen. Längst weiß das Unternehmen Wall, wie sehr das Publikum seinen Einsatz schätzt. Dankesbriefe und Mails kommen jedes Jahr aufs Neue aus der ganzen Welt.

Neben den großen Leuchtelementen wird auch der Großteil der 650 Bäume strahlen. Die meisten der Platanen haben die Mitarbeiter der Firma Boehlke bereits verkabelt. 230 Kilometer Lichterketten und 50 Kilometer Kabel werden insgesamt verlegt. Sieben Wochen lang wird die City West zwischen 16 und 24 Uhr leuchten.