Adventsbeleuchtung

Wall AG will Berliner Kudamm weiter erstrahlen lassen

Am Kudamm startet am Mittwoch die Weihnachtsbeleuchtung. Ein Prestigeprojekt, das die Wall AG gern über 2013 hinaus fortführen würde.

Foto: Amin Akhtar

Nussknacker, Sterne, Rentiere, Lokomotive, illuminierte Bäume, neue spektakuläre Lichtelemente: Mittwochabend ist es wieder soweit. Der Kurfürstendamm zeigt sich in seiner weihnachtlichen Pracht. Daniel Wall, Chef der Wall AG, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und der Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann (beide SPD), werden auf dem Joachimstaler Platz gegen 18 Uhr zusammen den roten Knopf drücken, damit der Boulevard erstrahlt. Mit den großen Figuren, die dieses Jahr neu zu sehen sein werden, hat der Lichterschmuck sogar seine Maximalausstattung erreicht.

Es ist bereits das neunte Jahr, dass das Berliner Unternehmen Wall den Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße festlich beleuchten lässt – in bewährter Zusammenarbeit mit der Firma von Andreas Boehlke, der einst auch das Festival of Lights mit aus der Taufe hob.

650 geschmückte Bäume zwischen Rathenauplatz und Nürnberger Straße

Allein 650 Bäume sind auf der dreieinhalb Kilometer langen Strecke zwischen Rathenauplatz und Nürnberger Straße geschmückt worden – mit jeweils 200 bis 300 Meter Lichterketten. Insgesamt mussten 45 Kilometer Kabel verlegt werden.

Daniel Wall beschäftigt sich seit Anfang an mit dem Projekt. Die Grundidee, auch die Bäume auf dem Mittelstreifen zu schmücken, um den Eindruck eines Leuchthimmels zu schaffen, stamme von ihm. Und weil die Weihnachtsbeleuchtung am Kudamm nach eigener Auskunft sein Lieblingsprojekt ist, kümmert er sich zusammen mit Lichtdesigner Boehlke auch intensiv um die neuen, großen Figuren, die beide zusammen in einem Workshop einmal im Jahr entwickeln.

Neu in diesem Jahr als Lichtelement ist ein beleuchtetes Leichtflugzeug, ein Doppeldecker. Das vier Meter hohe und sieben Meter breite Flugzeug ist auf dem George-Grosz-Platz gelandet. Ebenfalls neu ist ein siebeneinhalb Meter hohes Rentier mit einem Weihnachtsmann-Reiter, der am Joachimstaler Platz für ein beliebtes Fotomotiv sorgen wird. Und weil Wall auch weiß, wie man Städte vermarktet, hat er für dieses Jahr deshalb gleich den Schriftzug „Berlin“ in sechs Meter hohen Leuchtbuchstaben zwischen Rankestraße und Marburger Straße aufbauen lassen.

Wall will Kudamm auch nach 2013 beleuchten

Wall will die Beleuchtung des Kudamms auch nach dem Jahr 2013 fortsetzen. Ende des kommenden Jahres läuft der Vertrag darüber mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf aus. Als Kompensation für sein Engagement hat das Unternehmen Werbeflächen erhalten. Aber Teile seien auch nicht gegenfinanziert, sondern würden von ihm gesponsert. Die Kosten der Weihnachtsbeleuchtung beziffert Wall insgesamt auf rund 500.000 Euro.

„Wir möchten gerne weitermachen und haben dem Bezirk bereits das Angebot gemacht, weitere fünf Jahre zu schmücken“, sagt Daniel Wall. Um neue Werbeflächen ginge es ihm dabei nicht. Es ginge darum, die vorhandenen Wall-Werbeflächen fortzuschreiben oder zu modernisieren. Darüber wird laut Stadtrat Marc Schulte (SPD) demnächst der Stadtplanungsausschuss beraten.