Mit Pollern oder ohne Poller? Auf dem Bürgersteig oder auf dem Parkstreifen? Viele Monate stritten Pankows Verkehrspolitiker im Fachausschuss über die lange überfällige Neugestaltung des Radwegs Storkower Straße. Im Sommer 2019 war dann klar, dass Radfahrer viel Platz auf den heutigen Parkstreifen dieser Nord-Süd-Verbindung an der Grenze zwischen Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Lichtenberg erhalten sollen. Und dass der Streifen zwischen Landsberger Allee und Kniprodestraße nach Norden mit Schutzelementen von der Autofahrspur abgetrennt werden soll – wahrscheinlich mit Pollern.

Storkower Straße in Prenzlauer Berg – Parkplätze weichen Radwegen

Doch ein konkreter Baustart ist auch im März 2022 noch nicht in Sicht, wie das Bezirksamt Pankow auf Anfrage des Linken-Politikers Maximilian Schirmer durchblicken lässt. Erst nach Festlegung des Landeshaushaltes für Berlin lasse sich sagen, ob man das Verkehrswende-Projekt für die nächsten zwei Jahre einplanen kann, berichtet Stadträtin Manuela-Granitzki (CDU). Sie hatte das Vorhaben zur Neugestaltung der Radstreifen an der Storkower Straße von ihrem Vorgänger, dem Grünen-Stadtrat Vollrad Kuhn übernommen.

Eine Kernüberlegung der Planung: Ein Plus an Sicherheit für Radfahrer auf bis zu 2,30 Meter breiten Wegen an den Rändern der Storkower Straße ergibt sich auf Kosten von Platz für parkende Autos. Wo heute vor allem Carsharing-Anbieter ihre Gefährte abstellen, gibt es künftig freie Bahn für das Velo. Mit dem Ausschuss sei abgestimmt, „keine Flächen für den ruhenden Verkehr mehr vorzusehen“, heißt es zu den Plänen.

Verbindung wird nach Norden mit grünen Radwegen verlängert

Und seit 2021 steht auch fest, dass sich die Rad-Verbindung jenseits der Storkower Straße nach Norden über die Grellstraße fortsetzen wird. Dort sind allerdings keine baulichen Veränderungen zu erwarten, sondern farbliche. Denn der nördlichste Teil der Storkower Straße und die anschließende Grellstraße sind bei der landeseigenen Radplanungsgesellschaft Infravelo für eine Grün-Markierung vorgesehen – wobei die auffällige Kolorierung des Asphalts Radfahrer besser sichtbar machen und damit Unfällen vorbeugen soll.

Ein Entwurf zum ersten Abschnitt der eingefärbten Radstreifen zwischen Prenzlauer Allee und Greifswalder Straße wird demnächst im Ausschuss für Mobilität vorgestellt.

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