Golfturniere mit einem guten Zweck zu verbinden ist eine schöne Tradition bei einigen Lions Clubs in Berlin und Brandenburg. Der Lions Club Berlin-Mitte unterstützt seit 16 Jahren das Haus Jona in Staaken, ein Zufluchtsort für Kinder aus dem sozialen Brennpunkt Heerstraße Nord. Organisiert wurde das Turnier zum ersten Mal seit vielen Jahren nicht mehr von Jochen Feilcke im Golfclub Wannsee, sondern von den Lions-Freunden Nicolas Kaufmann und Robert Lüneberger.
Premiere auf dem schweren Südplatz am Seddiner See
Gespielt wurde diesmal auf dem Südplatz am Seddiner See, den viele Teilnehmer wegen der vielen Bunker und langen Bahnen als deutlich schwieriger empfanden. Glück hatte, wer bei dem Zweier-Scramble mit dem richtigen Spielpartner antrat, wie Rechtsanwalt Hartmut Paul mit seiner Partnerin Katrin Schneider. Sie schlug in schöner Regelmäßigkeit sehr lang und gerade ab, während er irgendwann beschloss: „Mein Driver kommt in den Heizungskeller!“

Turnier wurde wegen eines Gewitters unterbrochen
Glück und Pech brauchte man auch beim Wetter. Wegen eines nahen Gewitters wurde das Turnier unterbrochen. Einige Golfer konnten rechtzeitig zu Ende spielen, andere mussten in Schutzhütten ausharren, bis es Entwarnung gab. Dadurch verzögerte sich auch die Abendveranstaltung. Diejenigen, die früh fertig waren, warteten nun mit knurrendem Magen auf das Barbecue-Dinner, während die Stylistinnen von Friseurmeister Lars Cordes in der Damen-Garderobe für wahre Haar-Wunder sorgten.

Auf dem Siegertreppchen landete das erfolgreiche Vater-Sohn-Duo Ralf und Julian Kristéll aus dem Golfclub Wannsee. Wer golferisch nicht erfolgreich war, suchte sein Glück für zehn Euro pro Los in der Tombola, die mit einem E-Bike, einem Staubsauger von Vorwerk und einem Grill gut bestückt war. Selbst Pechvögel bekamen für zehn Nieten eine Flasche Wein. Die Gründerin des Haus Jona, Angelika Bier, freute sich über den Spendenerlös von 10.000 Euro. „Damit können wir Bildungsprojekte finanzieren und Kindern eine Zukunftsperspektive geben.“


