Wenn der Wirtschaftspolitische Club Deutschland in Gestalt seines Ehrenpräsidenten Jürgen Simmer zum Golfturnier einlädt, ist ein sportlich-unterhaltsames Wochenende garantiert. Das Turnier wurde zum 28. Mal in Semlin am See ausgetragen und genussorientierte Gäste reisten schon am Freitagabend zur Verkostung deutscher Weine aus unterschiedlichen Regionen mit passendem Menü von Küchenchef Benjamin Miller an. „Für die Weintrinker gibt es aber keine Sonderwertung“, warnte Turnierorganisator Simmer am nächsten Morgen, als die ersten Teilnehmer im Regen an den Start gingen.

Auch Biber schätzen die Plätze mit vielen Teichen im Golfresort Semlin.
Auch Biber schätzen die Plätze mit vielen Teichen im Golfresort Semlin.© Petra Götze | Petra Götze

Zwei Teilnehmer reisten aus Indien an

92 Golfer hatten sich angemeldet und tatsächlich gab es trotz der in allen Wetter-Apps vorhergesagten Schauer keine einzige Absage. Wer eine spätere Startzeit hatte, kam fast trocken über die Runde, wie Stephan Hesselmann, Ministerialrat für Wirtschaft an der deutschen Botschaft in Delhi. Er ist mit seiner Frau Juxian zum Heimaturlaub in Berlin und genoss die grüne Wald- und Seenlandschaft im Golfresort Semlin. Auf dem Platz fühlen sich rund um die Teiche zahlreiche Biber heimisch und lassen sich weder durch weiße Bälle noch durch Schläger schwingende Wesen wie Berlins Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin stören.

Champagner für die Titelverteidiger

Gespielt wurde ein entspannter Vierer-Scramble, bei dem jeder Spieler hofft, dass die anderen gute Schläge machen. Erwartungsgemäß gelang das dem Titelverteidiger-Team vom vergangenen Jahr am besten: Steuerberater Daniel Bock (Handicap 2,3) und Sushikönig „Mr Hai“ van Tran (Handicap 10,8) landeten gemeinsam mit Thomas Flint und Thomas Schwarz auf dem Siegertreppchen und wurde mit Champagner-Flaschen reichlich belohnt.

Turnierorganisator des Wirtschaftspolitischen Clubs, Jürgen Simmer, mit Longest-Drive-Gewinnerin Doreen Steinforth.
Turnierorganisator des Wirtschaftspolitischen Clubs, Jürgen Simmer, mit Longest-Drive-Gewinnerin Doreen Steinforth.© Petra Götze | Petra Götze

Für die Golfer, die nicht gewonnen, aber viele Bälle verloren hatten, bot Jürgen Simmer Trost mit einem Zitat von Kant: „Reich ist man nicht durch das, was man besitzt, sondern vielmehr durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß.“ Gar nichts zu entbehren gab es beim Dinner: Spargel satt mit Kalbsschnitzel, Schweinemedaillons und Zander waren wie jedes Jahr hervorragend.