Im Fall der beiden Festgenommen im Fall der getöteten Lehrerin hat die Potsdamer Staatsanwaltschaft den Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt. Ob die beiden auch in Untersuchungshaft kommen, müsse nun ein Richter entscheiden, sagte Christian-Alexander Neuling, Sprecher der Staatsanwaltschaft, am Mittwochnachmittag der Berliner Morgenpost.
Vor mehr als zwei Monaten war die 40-Jährige auf der Autobahn A9 bei Brück (Landkreis Potsdam-Mittelmark) erschossen aufgefunden worden. Am Dienstag und Mittwoch wurden zwei Verdächtige festgenommen.

Zu den Orten der Festnahme sowie der Frage, in welcher Beziehung die beiden zu der getöteten Frau standen, wollte Staatsanwaltschafts-Sprecher Neuling mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben machen.
Laut „B.Z.“ soll es sich bei einem der Festgenommenen um den Ex-Partner der getöteten handeln, der andere soll ein Auftragskiller sein. Das wollte Neuling weder bestätigen noch dementieren. „Wir erteilen dazu im Moment keine weitergehende Auskunft.“

Am 10. Mai 2023 hatte ein Zeuge auf dem Standstreifen der A9 zwischen den Anschlussstellen Brück und Beelitz ein abgestelltes Fahrzeug entdeckt, in dem sich eine Tote befand. Die Frau war erschossen worden. Am Tatort hatten die Einsatzkräfte Patronenhülsen gefunden.
Zuvor war es laut Polizei dort zu einem Unfall gekommen. Es gab einen großen Polizeieinsatz mit Hunden und einem Hubschrauber. Die Mordkommission startete einen Zeugenaufruf und zeigte das Fahrzeug des Opfers. Eine Belohnung von 5000 Euro wurde ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hielt sich mit Hintergründen zu dem Fall bislang stets zurück. (mit dpa)


