Die Polizei hat in Berlin-Moabit einen Blindgänger erfolgreich gesprengt. Der Sperrkreis wurde aufgehoben. Alle News im Blog.

  • Eine Weltkriegsbombe ist heute an der Sickingerstraße in Berlin-Moabit erfolgreich gesprengt worden.
  • Der Sperrkreis wurde nach einer Prüfung aufgehoben.
  • Anwohner können zurück in ihre Wohnung.
  • Die S-Bahn-Verkehr auf der Ringbahn (S41/S42) wurde wieder aufgenommen.
  • Die Berliner Morgenpost berichtet über den Einsatz im Liveblog.

Berlin. Eine amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Berlin-Moabit nach der Polizei erfolgreich gesprengt worden. Um 15.08 Uhr sei der Blindgänger kontrolliert gezündet worden, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Die 50-Kilogramm-Bombe musste am Fundort entschärft werden, weil die Zünder beschädigt waren. Rund um den Fundort war ein 500-Meter-Sperrkreis eingerichtet worden. Etwa 9000 Menschen mussten den Bereich verlassen.

Sperrkreis nach erfolgreicher Sprengung aufgehoben

16.08 Uhr: Der Sperrkreis ist aufgehoben. Die Anwohner können zurück in ihre Wohnungen. Der S-Bahn-Verkehr auf den Ringbahn-Linien S41 und S42 zwischen den Bahnhöfen Beusselstraße und Westend konnte wieder aufgenommen werden.

Bombensprengung vorüber – Sperrkreis bleibt bestehen

15.06 Uhr: Die Bombe ist gesprengt. Der Sperrkreis und Absperrungen werden aber erst verschwinden, wenn sicher ist, dass alles wie geplant vonstatten gegangen ist.

Anwohnerin: "Man muss ja alles mal mitgemacht haben"

Regina Winkler wartet in einer Sammelunterkunft, bis der Sperrkreis wieder aufgehoben wird.
Regina Winkler wartet in einer Sammelunterkunft, bis der Sperrkreis wieder aufgehoben wird. © Susanne Kollmann

13 Uhr: Regina Winkler (65) ist seit 8.30 Uhr in der Notunterkunft in der nicht weit entfernten Waldstraße. Gemeinsam mit circa 70 weiteren Erwachsenen und zehn Kindern wartet sie im SOS-Kinderdorf, bis sie wieder in ihre Wohnung darf. Sie nimmt die Situation gelassen: "Man muss ja alles mal mitgemacht haben. Und jetzt habe ich wieder was zu erzählen". Für Alleinstehende sei die Sammelstelle super. Man würde schnell neue Menschen kennenlernen.

Das Bezirksamt Mitte und das Deutsche Rote Kreuz betreuen die Menschen, es gibt Essen und Getränke. Bevor sie in das Gebäude dürfen, werden sie auf das Coronavirus getestet und registriert. "Hier dürfen sich nur 199 Menschen aufhalten. Ist diese Grenze erreicht, werden sie in eine Turnhalle an der Turmstraße untergebracht", sagt Ingo Zühlke vom Amt für Soziales und Einsatzleiter für die Notunterkunft. Bis jetzt sei es aber sehr ruhig.

Polizei Berlin: "Evakuierung ist abgeschlossen"

12.14 Uhr: "Der Sperrkreis ist jetzt komplett geräumt, die Gebäude evakuiert. Die Evakuierung ist damit abgeschlossen ", sagte ein Polizeisprecher der Berliner Morgenpost. "Jetzt hat der Sprengmeister und sein Team die Arbeit an der Bombe aufgenommen."

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Auf Twitter hieß es: "Die Feuerwerker benötigen noch ca. 2 bis 3 Stunden für die letzten Maßnahmen. Um Erschütterungen in umliegenden Gebäuden zu minimieren, die durch die Druckwelle bei der Detonation der Weltkriegsbombe entstehen, werden derzeit u.a. Entlastungsgräben gebaggert."

Rund 80 Personen in Sammelunterkunft

12.05 Uhr: Nach Angaben des Bezirksamtes haben sich rund 80 Personen bislang in der Unterkunft in Moabit eingefunden. Sie werden dort betreut und verpflegt, bis die Bombe gesprengt und der Sperrkreis aufgehoben ist. Vorher werden alle auf Corona getestet.

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Ein Lautsprecherwagen im Einsatz - Evakuierung weitgehend abgeschlossen

11.34 Uhr: Die Evakuierung des 500-Meter-Sperrkreises rund um den Fundort sei weitgehend abgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher am Montagvormittag der Nachrichtenagentur dpa. „Wir kommen gut voran, wir sind aktuell bei 90 Prozent und schauen, dass wir die letzten Anwohner und Gewerbetreibenden aus dem Bereich noch rauskriegen.“ Aktuell sei noch ein Lautsprecherwagen im Einsatz, der die Menschen im Sperrkreis über die Evakuierung informiere.

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S-Bahn: Ringbahn ist nun unterbrochen

Die Fahrgastanzeige informiert, dass die Ringbahn unterbrochen ist.
Die Fahrgastanzeige informiert, dass die Ringbahn unterbrochen ist. © Susanne Kollmann

11.08 Uhr: Die nördliche Ringbahn S41/S42 ist nun unterbrochen. In der Zeit von 11 Uhr bis 18 Uhr fahren zwischen Beusselstraße und Westend keine Züge mehr. Viele Fahrgäste wussten nichts von der Sperrung, sind wütend, haben kein Verständnis. Ein Mitarbeiter der DB Sicherheit musste sich schon einiges anhören. "Das prallt aber mittlerweile ab." Er hilft mit einer Kollegin jedem, doch noch das gewünschte Ziel zu erreichen. "Alle, die nach Westend müssen, fahren wieder zurück und einmal rum."

Über die Ringbahn-Unterbrechung waren einige Fahrgäste überrascht.
Über die Ringbahn-Unterbrechung waren einige Fahrgäste überrascht. © Susanne Kollmann

Polizei: Vorbereitungen für die Entschärfung laufen

11.05 Uhr: Während der Sperrkreis geräumt wird, laufen die Vorbereitungen für die Entschärfung der Bombe. "Mit 60.000 Liter Wasser befüllte Kissen der Berliner Feuerwehr werden nachher um die Bombe platziert, um die kontrollierte Zündung abzumildern", teilte die Polizei mit.

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Feuerwehr bringt einen Mann in eine Sammelunterkunft

Die Feuerwehr bringt einen Mann weg.
Die Feuerwehr bringt einen Mann weg. © Andreas Gandzior

10.55 Uhr: Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr bringen einen Mann mit Behinderung von seiner Wohnung an der Sickingenstraße in eine Sammelunterkunft.

Sprengmeister wird am Nachmittag im Räumpanzer die Sprengung auslösen

Ein Räumpanzer steht bereit.
Ein Räumpanzer steht bereit. © Andreas Gandzior

10.20 Uhr: In dem Räumpanzer, offiziell SW 4, wird der Sprengmeister später sitzen und die Sprengung auslösen. Das Fahrzeug steht zum zusätzlichen Schutz hinter einem Erdwall. Aktuell läuft die Einsatzbesprechung des Bombenkommandos.

Bezirksamt Mitte: Rund 30 Menschen in einer Unterkunft

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9.34 Uhr: Nach Angaben des Bezirksamtes laufen die Evakuierungsmaßnahmen in Moabit auf Hochtouren. "Der Sperrkreis ist eingerichtet. Rund 30 Menschen sind zurzeit in einer Unterkunft in der Waldstraße untergebracht. Parallel hat die Polizei mit den Vorbereitungen für die Sprengung der Bombe an der Sickingenstraße begonnen. Diese wird unter einem Kissen aus 60 Tonnen Wasser kontrolliert gesprengt."

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Bombenentschärfung in Moabit: Eine Drohne der Polizei kommt zum Einsatz

Die Polizei bereitet eine Drohne auf den Einsatz vor.
Die Polizei bereitet eine Drohne auf den Einsatz vor. © Andreas Gandzior

9.26 Uhr: Die Berliner Polizei wird auch eine Drohne für Übersichtsaufnahmen und zum Einmessen über der Bombenfundstelle einsetzen.

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Anwohner wollen den Tag in einem Hotel verbringen

Alexandra D. mit der zwei Monate alten Tochter und ihrer Mutter Girgina D.
Alexandra D. mit der zwei Monate alten Tochter und ihrer Mutter Girgina D. © Andreas Gandzior

9.15 Uhr: Alexandra D. mit der zwei Monate alten Tochter und ihrer Mutter Girgina D. wohnen an der Sickingenstraße. Die Polizei hat an ihrer Wohnungstür geklopft und sie gebeten, die Wohnung zu verlassen. Beide wussten von der Räumung und hatten schon ihre Koffer gepackt. Sie werden den Tag über in einem Hotel in Charlottenburg verbringen. Die Tochter sei zu jung, um den ganzen Tag in einer Sammelunterkunft zu verbringen, sagte die Mutter.

BVG: Behinderungen bei drei Buslinien

8.53 Uhr: Wegen der Evakuierung kommt es zu Behinderungen bei den Buslinien M27, 106 und 123.

  • Die M27 wird zwischen den Haltestellen Rathaus Tiergarten und Goslarer Platz in beiden Richtungen umgeleitet.
  • Die Linien 106 und 123 können auf ihren gewohnten Strecken fahren, halten jedoch nicht an der Haltestelle Wittstocker Straße.
  • U-Bahnen und Straßenbahnen fahren wie gewohnt.

Über die Dauer und den Umfang aller Maßnahmen entscheidet die Polizei, teilte die BVG mit. "Die BVG unterstützt die Polizei bei der Evakuierung und hat dafür bereits seit den frühen Morgenstunden zwei Busse im Einsatz."

Das Deutsche Rote Kreuz koordiniert die Krankentransporte

9.09 Uhr: Zahlreiche ältere und in ihrer Gehfähigkeit eingeschränkte Menschen müssen den Sperrkreis verlassen. Die Krankentransporte koordiniert das Deutsche Rote Kreuz (DRK), beteiligt sind aber auch andere Hilfsorganisationen wie die Johanniter Unfallhilfe. „Seit acht Uhr sind die Krankentransporte im Dauerbetrieb“, sagte der Katastrophenschutzbeauftragte des Bezirks Mitte, Konstantin Keesmann. Geplant waren rund 60 Transporte. „Beim Zeitplan sind wir im grünen Bereich.“

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Auch die Hilfsorganisation Malteser unterstützt bei der Evakuierung in Moabit. "Wir sind einsatzbereit, um älteren und kranken Menschen bei der Evakuierung wegen der Bombenentschärfung in Moabit zu helfen. Seit 6.30 Uhr sind wir vor Ort mit 25 ehrenamtlichen Einsatzkräften und 9 Krankentransportwagen. Danke allen Helfenden!!"

Bombenentschärfung in Moabit: Evakuierung hat begonnen

8.46 Uhr: Die Evakuierung des Sperrkreises rund um die Bombe hat der Polizei zufolge begonnen. Sie werde voraussichtlich mehrere Stunden dauern, sagte eine Polizeisprecherin. Der Sperrkreis hat einen Radius von 500 Metern um den Fundort. Dort müssen alle Gebäude verlassen werden. Die Anwohner würden per Lautsprecheransagen dazu aufgefordert, sagte die Polizeisprecherin. Insgesamt sind den Angaben zufolge rund 9000 Menschen betroffen, die dort wohnen oder arbeiten. In der Gegend gibt es auch zahlreiche Büros und Gewerbebetriebe.

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„Wenn die Evakuierung abgeschlossen ist, bekommen wir das Signal und können danach mit der kontrollierten Sprengung beginnen.“ Damit sei aber erst im Lauf des Nachmittags zu rechnen. Insgesamt seien rund 220 Kollegen in Moabit im Dienst. „Was positiv zu bemerken ist: Über das Wochenende ist schon viel kommuniziert worden“, sagte ein Polizeisprecher vor Ort. „Das spielt uns in die Karten.“

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Polizei Berlin: Bombe wird vor Ort kontrolliert gezündet

8.41 Uhr: Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine amerikanische Bombe. Sie habe zwei Zünder und könne voraussichtlich nicht abtransportiert werden. "Die Bombe ist deformiert, und die Zünder sind beschädigt, so dass wir nicht wie üblich arbeiten, die Zünder entfernen und die Bombe abtransportieren können“, erklärte ein Polizeisprecher. „Wir müssen es diesmal so machen, dass wir die Bombe kontrolliert zünden beziehungsweise sprengen.“ Die Maßnahme beginne erst, wenn der Sperrkreis vollständig evakuiert sei.

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Lkw-Fahrer kann Ware nicht abladen

Die Polizei stoppt einen Lkw-Fahrer, der Ware zum Großmarkt bringt.
Die Polizei stoppt einen Lkw-Fahrer, der Ware zum Großmarkt bringt. © Andreas Gandzior

8.34 Uhr: Ein Lkw-Fahrer aus Polen ist die Nacht durchgefahren und wollte am Morgen frische Ware für den Großmarkt abliefern. Jetzt muss er sich bis zum Nachmittag gedulden. Der Großmarkt liegt im Sperrkreis.

Feuerwehr: Pflegeeinrichtungen im Sperrkeis - das macht es herausfordernd

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Bombenentschärfung in Moabit: Büro statt Homeoffice

Berkay Cihan muss wegen der Bombenentschärfung seine Wohnung verlassen.
Berkay Cihan muss wegen der Bombenentschärfung seine Wohnung verlassen. © Andreas Gandzior

8 Uhr: Nicht gerade erfreut ist Berkay Cihan. Der 31-Jährige ist Elektroingenieur bei der DB Netz und wohnt im Sperrkreis an der Huttenstraße. Geplant war der Wochenstart im Homeoffice. Doch wegen der Evakuierungsmaßnahmen muss er seine Wohnung verlassen und zum Ostkreuz fahren. "Ich hoffe ja, dass ich nach Feierabend wieder in meine Wohnung zurück kann", sagt er.

Bezirksamt Mitte: Shuttlebusse stehen bereit

Ein Bus der BVG wird aktuell als Evakuierungsbus eingesetzt. Anwohner erkundigen sich beim Fahrer nach den Sammelstellen.
Ein Bus der BVG wird aktuell als Evakuierungsbus eingesetzt. Anwohner erkundigen sich beim Fahrer nach den Sammelstellen. © Andreas Gandzior

7.50 Uhr: Menschen, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen können, bietet das Bezirksamt Mitte Sammelunterkünfte für die Dauer der polizeilichen Maßnahmen an. Shuttlebusse bringen die Menschen zu den Unterkünften.

Die Busse stehen an folgenden Orten bereit:

  • Sickingenstraße zwischen Beusselstraße und Rostocker Straße
  • Huttenstraße Ecke Ufnaustraße

Die Bürger sollen für die Zeit der Evakuierung wichtige persönliche Gegenstände, Medikamente, Windeln etc. mitnehmen. Die Mitnahme von Haustieren in die Unterkünfte ist nicht möglich, teilte das Bezirksamt mit.

Bettlägerige Menschen oder Personen, die Menschen im Sperrkreis kennen, die sich nicht alleine helfen können, sowie soziale und Pflegeeinrichtungen sollen ihren Unterstützungsbedarf an die Hotline des Bezirksamtes Mitte melden. Auch Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden oder sich in häuslicher Quarantäne befinden, melden sich bitte bei der Hotline (030 9018-46660).

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Großmarkt: Es dürfen keine Lkw mehr auf den Hof fahren

7.49 Uhr: Die Polizei hat den Großmarkt gesperrt. Seit 6 Uhr dürfen keine Lkw mehr auf den Hof fahren.

Berliner Polizei richtet Sperrkreis ein

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6.35 Uhr: Die Polizei wird am Montagmorgen ab 6 Uhr beginnen, einen Sperrkreis rund um den Fundort einzurichten, ab 8 Uhr werden alle Personen aufgefordert, diesen zu verlassen. Nach ersten Schätzungen müssen etwa 9000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

„Eine Evakuierung in dieser Größenordnung dauert in der Regel drei bis vier Stunden“, sagte der Sprecher. „Da die Bombe nicht mehr transportfähig ist, wird dann der Sprengmeister mit den Vorbereitungen für die kontrollierte Sprengung beginnen. Nach dem derzeitigen Stand der Planungen rechnen wir mit einem Ende der Sperrmaßnahmen zwischen 16 und 17 Uhr.“

Bombe in Moabit: Bezirk richtet Sammelstellen ein

6 Uhr: Die Polizei teilte mit, dass das Bezirksamt Mitte für die Dauer der Sperrung Sammelstellen öffnet. Bei Bedarf können sich Personen mit Shuttle Bussen zu diesen Einrichtungen bringen lassen. Diese Busse fahren an der Beusselstraße Ecke Rostocker Straße und an der Huttenstraße Ecke Ufnaustraße los. Die Polizei weist aber darauf hin, dass in die Sammelstellen keine Haustiere mitgebracht werden dürfen.

Im Sperrkreis, der im Westen vom Neuen Ufer und im Osten von der Beusselstraße begrenzt ist, befinden sich auch das Jobcenter Berlin Mitte, mehrere Kitas und zahlreiche Gewerbe. Die Berliner Feuerwehr wird in Amtshilfe für die Polizei ebenfalls im Einsatz sein. Nördlich verläuft der Sperrkreis durch den Großmarkt, im Süden ist er vom Gewerbegebiet Kaiserin-Augusta-Straße begrenzt.

S-Bahn Berlin: Nördlicher Teil der Ringbahn wird gesperrt

5.42 Uhr: Innerhalb des Sperrkreises liegt auch die Ringbahn-Trasse. Aus diesem Grund wird am Montag der nördliche Bereich der Ringbahn S41/S42 zeitweise gesperrt. Die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) teilte mit, dass zwischen den Bahnhöfen Beusselstraße und Westend ab ungefähr 11 Uhr keine Züge fahren werden. Man werde den Verkehr sofort wieder aufnehmen, wenn die Polizei die Maßnahmen beendet hat. Einen Schienenersatzverkehr mit Bussen wird es nach Auskunft der S-Bahn Berlin nicht geben. Fahrgäste müssen auf BVG-Busse umsteigen.

Großmarkt muss geräumt werden

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© BM

5.17 Uhr: Ebenfalls im Sperrkreis befindet sich der Großmarkt an der Beusselstraße. Wie aus einem Informationsschreiben an die Gewerbetreibenden des Marktes hervorgeht, muss der Geschäftsbetrieb um 6 Uhr eingestellt werden und der Großmarkt bis spätestens 8 Uhr geräumt sein. Der Berliner Großmarkt ist bei der Versorgung der Hauptstadt mit Obst und Gemüse von zentraler Bedeutung.

„Es ist ein enormer logistischer Aufwand und es kostet die einzelnen Händler viel Geld, dass der Betrieb mitten an einem Arbeitstag eingestellt werden muss“, sagte ein Händler der Berliner Morgenpost. „Wir fangen um zwei Uhr nachts an zu arbeiten und müssen den Betrieb um 6 Uhr beenden und die Mitarbeiter für den Rest des Tages freistellen.“

Ein Lebensmittellieferant der ebenfalls auf dem Großmarkt ansässig ist, hatte im Vorfeld bereits seine Kunden per Mail über verzögerte Lieferungen am kommenden Montag informiert. Das Unternehmen lässt seine Transporter bis 6 Uhr morgens beladen und fährt die Fahrzeuge dann raus aus dem Sperrkreis. Dort werden sie dann ab 7 Uhr von den Fahren übernommen, die anschließend die Restaurants und Hotels beliefern werden. „Ich gehe davon aus, dass ich meinen Wagen nach Feierabend nicht auf den Hof fahren kann“, sagte ein Fahrer, der seinen Namen nicht nennen wollte. „Der wird dann außerhalb geparkt und ich mache Feierabend.“

Seiner Ansicht nach dürften die großen Lkw, die den Großmarkt beliefern, ein weitaus größeres Problem darstellen. „Viele Fahrer kommen aus Polen, den Niederlanden und den Ostblockstaaten“, sagte er. „Wenn die nicht bis 6 Uhr hier sind, dann stehen sie auf der Autobahnausfahrt Beusselstraße im Stau und wissen nicht wohin.“

Blindgänger wurde bei Bauarbeiten gefunden

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© BM

5.08 Uhr: Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde bei Bauarbeiten auf dem Gelände von Siemens Energy gefunden. Dort wird ein Parkhaus gebaut. Auf dem Gelände ruhen aktuell die Bauarbeiten, Einsatzkräfte der Polizei bewachen die Baustelle. Nach Angaben der Berliner Polizei sind die beiden Zünder der 50-Kilo-Bombe US-amerikanischer Bauart in einem schlechten Zustand, eine Entschärfung sei nicht möglich. Aus diesem Grund muss die Weltkriegsbombe am kommenden Montag vor Ort gesprengt werden.

Für Fragen steht Ihnen das Bezirksamt Mitte, Abteilung Katastrophenschutz unter der Telefonnummer 9018-466 60 und per Mail unter bombenfund@ba-mitte.berlin.de zur Verfügung. Das Bezirksamt bittet darum, Abstand von nicht unabdingbar notwendigen Anfragen zu nehmen.