Brandenburg

Nach Grenzkontrolle zwei Täter im Schnellverfahren verurteilt

Nach einem Großeinsatz an der polnischen Grenze sind zwei Männer in einem Schnellverfahren zu Freiheitsstrafen von fünf Monaten verurteilt worden. Die Strafen wegen Hehlerei wurden zur Bewährung ausgesetzt, teilte das Amtsgericht Cottbus am Mittwoch mit.

Bei der Kontrolle am vergangenen Dienstag hat es insgesamt zwölf Festnahmen gegeben. Es wurden acht gestohlene Wagen, Kleidung im Wert von 40.000 Euro sowie 300 Kilogramm Kupfer sichergestellt, berichtete die Polizei in Frankfurt (Oder) am Mittwoch.

Bei dem Einsatz wurden neun Anzeigen gestellt und 79 Ordnungswidrigkeiten aufgenommen. An der Aktion waren Polizisten aus Brandenburg und Polen beteiligt. Auf Autobahnen und Nebenstraßen wurden fast 2000 Wagen kontrolliert.

Auf deutscher Seite waren mehr als 190 Polizisten im Einsatz, darunter auch Beamte der Soko „Grenze“, der grenznahen Schutzbereiche sowie der Bereitschaftspolizei. Beteiligt waren auch 21 Polizisten aus Polen und Deutschland, die an einem Lehrgang für deutsch-polnisches Recht teilnehmen.

Seit Wegfall der Grenzkontrollen wird über zum Teil steigende Kriminalität im Oderbereich geklagt. Zwar ging die Kriminalität in der Grenzregion in den vergangenen Jahren zurück. Allerdings stieg die Zahl der Diebstahlsdelikte deutlich an. Innenminister Dietmar Woidke (SPD) hatte Anfang März mitgeteilt, dass der „Autoklau“ im Vergleich zu 2007 um 250 Prozent zugenommen habe. Während vor vier Jahren noch 178 Diebstähle gemeldet wurden, waren es im vergangenen Jahr bereits 623.

( BMO )