Genau an seinem 54. Geburtstag ist ein Monteur wegen Mordes an einer 65-Jährigen in der Uckermark vom Landgericht Frankfurt (Oder) zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht befand ihn für schuldig, die Frau im Februar getötet zu haben, um einen Raub zu vertuschen, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. Täter und Opfer kannten sich.

Mit vorgehaltener Schreckschusspistole und vermummt war der Mann im Februar in das Haus der Frau eingedrungen, wo er Geld vermutete. Dort wurde er von ihr überrascht. Die Frau zog ihm die Maske vom Gesicht und erkannte ihn. Es kam zum Handgemenge. Dabei würgte der Mann die 65-Jährige bis sie bewusstlos wurde. Dann brachte er die Frau mit einem Auto zu einem Fluss und warf sie hinein. Sie ertrank.

Nach der als vermisst gemeldeten Frau aus Bergholz-Meyenburg wurde tagelang gesucht. Schon bald schlossen die Ermittler ein Verbrechen nicht mehr aus. Knapp drei Wochen später wurde die Leiche der Frau in dem Flüsschen Welse in der Nähe von Schwedt entdeckt. Der Angeklagte, Inhaber einer Installationsfirma, wurde vorläufig festgenommen. Er legte ein Geständnis ab.

In dem Verfahren forderten Staatsanwaltschaft und Nebenklage lebenslange Haft für den Angeklagten. Die Verteidigung ging von versuchtem schweren Raub mit Todesfolge aus und plädierte auf neun Jahre und sechs Monate Freiheitsentzug.

dpa/sei