Ballett

Abschied von Vladimir Malakhov – Grillparty für einen Großen

Nach dem letzten Vorhang und 30 Minuten Schlussapplaus für Vladimir Malakhov in der Berliner Staatsoper wurde der Tänzer im „Interconti“ gefeiert: Freunde organisierten für ihn ein Grillfest.

Foto: Sergej Glanze / Glanze

Länger als 30 Minuten dauerte der Schlussapplaus am Sonnabend in der Staatsoper im Schiller Theater, bis für Vladimir Malakhov der endgültig letzte Vorhang als Intendant des Berliner Staatsballetts fiel. Zumindest diese Nacht war für den 46-Jährigen damit aber noch lange nicht vorbei. Denn nach seinem Publikum wollten auch Tänzer, Freunde und Weggefährten ihren Vladimir feiern und hatten zu diesem Zweck eine Grillparty im „Hotel Intercontinental“ an der Budapester Straße organisiert.

Nach der Vorstellung des Balletts „Tschaikowsky“ von Choreograph Boris Eifman warteten dort neben dem kompletten Ensemble auch Malakhovs Bruder Maxim, sein Neffe Nikita, KPM-Chef Jörg Woltmann und seine Frau Kerstin sowie Kulturstaatssekretär Tim Renner auf den „Jahrhunderttänzer“. „Für die Kultur in Berlin ist sein Abschied natürlich ein großer Verlust“, so Woltmann. „Weil wir auch privat befreundet sind, bleibt er uns aber trotzdem erhalten.“

Kurz vor Mitternacht trat dann endlich der Meister selbst durch die Tür – auch dies ein Auftritt wie auf einer Opernbühne. Das Gesicht der dunklen Theaterschminke entledigt, die Haare nicht mehr ganz so wild wie in der Rolle des russischen Komponisten, ließ er minutenlangen Applaus auf sich niederprasseln, bevor er seine Gäste mit Küsschen und Umarmungen begrüßte. „Ihr seid meine Familie und werdet es immer bleiben“, hauchte Malakhov und blieb bei all dem doch erstaunlich gefasst.

Selbst als ihm von „seinem Staatsballett“ eine Torte und ein goldener Kettenanhänger mit dem eingravierten Schriftzug „Dein Ensemble – für immer“ überreicht wurde. Aber schließlich ist es auch kein Abschied für immer: Auch als künstlerischer Berater des Tokyo Ballet will Malakhov seine Wohnung in Berlin behalten. „Tokio ist weit weg, aber er wird Berlin in seinem Herzen behalten, so wie wir ihn in unserem Herzen behalten“, so Tim Renner.

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