Best of Berlin

10 Tipps für den perfekten Sommeranfang in Berlin

Straßenmusik, Bootsfahrten, Weinfest: Es gibt jede Menge Gründe, die warmen Tage in Berlin zu verbringen. Eine Auswahl.

Zum 22. Mal wird am 21. Juni mit der "Fête de la Musique" der Sommeranfang in der ganzen Stadt gefeiert. An 100 Standorten spielen Musiker live und kostenlos.

Zum 22. Mal wird am 21. Juni mit der "Fête de la Musique" der Sommeranfang in der ganzen Stadt gefeiert. An 100 Standorten spielen Musiker live und kostenlos.

Foto: Kai Bienert / MUTESOUVENIR | KAI BIENERT

Kreuzberg: Eine große Fete zum Sommeranfang

„Bei der 22. „Fête de la Musique“ sind rund 100 Open-Air- und Indoor-Standorte in allen zwölf Berliner Bezirken dabei. Hinzu kommen spontane, unverstärkte Musikeinlagen im gesamten Stadtgebiet“, so Ines Schilgen. Neu mit dabei: die Dörpfeldstraße in Adlershof, die Freilichtbühne Weißensee, das Bürgerhaus in Buch, die historischen Heynhöfe in Pankow und der Gemeinschaftgarten „Himmelbeet“ im Wedding. Der Sommer kann kommen.

22. Fête de la Musique in ganz Berlin, 21. Juni, ab 16 Uhr, u.a. im Golgatha im Viktoriapark Dudenstr. 40, Kreuzberg, U7, S1, 2, 25 Yorckstr., 16–22 Uhr, www.fetedelamusique.de

Tegel: Boote, Dampfer und historische Schiffe

Im Sommer werden Berlins Wasserstraßen zum Freizeitvergnügen. Zu den bekanntesten Dampferanlegestellen gehören die am Wannsee, am Hafen Treptow sowie die Greenwichpromenade in Tegel. Wunderschön am Tegeler See gelegen, kann man die Bootsfahrt mit einem Spaziergang durch den Tegeler Forst verbinden. Doch nicht jedes Boot in Berlin sticht in See. Im Historischen Hafen an der Fischerinsel in Mitte ankern historische Museumsschiffe. Im kommenden Monat (16.+17. Juli) findet dort wieder das „Hafenfest“ statt.

Dampferanlegestelle Greenwichpromenade, Tegel, U6 Alt-Tegel

Spandau: Kleine Freilichtbühne mitten im Zitadellenwald

Vis-à-vis der Zitadelle Spandau und idyllisch im Wald gelegen, wird die Freilichtbühne an der Zitadelle den Sommer über zum Open-Air-Konzertsaal. Am heutigen Sonnabend (19 Uhr) bringt das Tanz- und Gesangsensemble Musikala Musicalhits auf die Bühne. Am 25. Juni (19 Uhr, 21 Euro) findet das „14. Irish Summer Folkfestival Berlin“ statt. „Umsonst & Draußen“ heißt es unter anderem am 19. und 26. Juni (11 Uhr) beim Konzert der Big Band Spandau sowie am 3. Juli (11 Uhr), wenn die HavelSymphoniker auftreten.

Freilichtbühne an der Zitadelle Am Juliusturm 62, Spandau, U7 Zitadelle, Tel. 333 40 22, Karten: kulturhaus-spandau3.de

Plänterwald: Sommerspaß an Bord des Klipper-Segelschiffs

„Erdbeerbowle oder Melonenbowle – Bowlen sind unser neuer Sommerdrink“, sagt Angelika Sahner, Mit-Betreiberin des Klippers. Restaurantschiffe sind ideale Orte, um den Sommer zu genießen. Frühstück an Bord, Eiskaffee trinken oder zum Sonnenuntergang einen Sundowner an Bord eines der am Ufer von Spree, Landwehrkanal oder Havel liegenden Restaurantschiffe – das weckt Urlaubsgefühle. Auf dem Klipper, einem Segelschiff von 1890, wird sogar geräuchert. „Nicht nur Fisch, auch Eisbein oder Entenbrust“, sagt Angelika Sahner.

Klipper Bulgarische Straße, Plänterwald, Bus 165, 166, 265 Rathaus Trepow, tägl. 10–1 Uhr, Tel. 53 21 64 90, www.klipper-berlin.de

Lichterfelde: Musik, Kunst und Kultur im Botanischen Garten

Am morgigen Sonntag (10–18 Uhr) präsentieren 80 Künstler und Künstlerinnen ihre Werke. Am kommenden Wochenende (23.–26. Juni) findet ein rheinland-pfälzisches Weinfest statt. Zu den Highlights gehört die „Botanische Nacht“ (16. Juli, 17–2 Uhr, 35 Euro). „Bei diesem nächtlichen Erlebnis kann man den Garten einmal anders kennenlernen. Fast jeder Weg ist illuminiert. Es werden Führungen angeboten und es gibt ein Bühnenprogramm. Gegen 22.45 Uhr ist ein Feuerwerk geplant“, so Sprecherin Gesche Hohlstein.

Botanischer Garten Königin-Luise-Str. 6–8, Lichterfelde, Bus 101, X83 Königin-Luise-Platz/Botanischer Garten, tägl. 9–21 Uhr, 6 Euro, erm. 3 Euro, Tel. 83 85 01 00, www.bgbm.org

Mitte: Im Liegestuhl liegen am Sandstrand an der Spree

Im Liegestuhl lümmeln mit einem Cocktail in der Hand, aufs Wasser gucken und das mitten in der Stadt. Das bieten Strandbars wie die überschaubare Strandbar Mitte an der Spree vis-à-vis der Museumsinsel, in der man sich ab 13 Uhr mit Pizza versorgen und bei schönem Wetter auch noch tanzen (4 Euro) kann. Zu den flächenmäßig großen urbanen Beachbars gehört etwa Metaxa Bay am Hauptbahnhof und Humboldthafen: 1200 Quadratmeter Sandstrand am Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal (Mo.–Fr., ab 14, Sbd.+So., ab 12 Uhr).

Strandbar Mitte Monbijoustr. 3, Mitte, S1, 2, 25 Oranienburger Straße, tägl. ab 10 Uhr, www.monbijou-theater.de

Tiergarten: So klingt der Sommer in der Karibik

Im Sommer erklingt die Musik dieser Erde auf der Dachterrasse des Hauses der Kulturen der Welt. Beim Festival „Wassermusik“, das am 8. Juli eröffnet wird, steht die Musik der Karibik im Mittelpunkt. An vier Wochenenden gibt es Musik von Inseln wie Guadeloupe, St. Lucia und Providencia und Ländern wie etwa Venezuela, Kolumbien und Mexiko. Zum Auftakt am 8. Juli tritt Ernest Ranglin auf, der maßgeblich zur Entwicklung von Ska, Rocksteady und Reggae beigetragen hat. Zu seiner All-Star-Band zählen Cracks wie Schlagzeuger Tony Allen und Saxofonist Courtney Pine.

Haus der Kulturen der Welt John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten, Tel. 39 78 71 75, „Wassermusik“, 8.-30. Juli, www.hkw.de

Prenzlauer Berg: Straßenküche öffnet in der Kulturbrauerei

Sonntags bleibt die Küche kalt – dafür kann man sich durch spannende „Straßenküchen“ schlemmen. „Street Food auf Achse“ heißt der Open-air-Sonntagsmarkt in der Kulturbrauerei, bei dem sich die Berliner Streetfood-Szene vor hunderten Besuchern präsentiert. In den Foodtrucks und an Ständen wird ein regionaler wie internationaler kulinarischer Mix von Burgern über vegane Tacos bis Craftbeer geboten.

Kulturbrauerei Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg, U2 Eberswalder Straße, So. 12–18 Uhr, www.streetfoodaufachse.de

Neukölln: Börsenkurse werden hier zu Orgelmusik

„Mehr als 1200 Künstler und Künstlerinnen präsentieren an über 200 Orten in Neukölln ihre Gedanken zum Festivalthema ,Satt’“, beschreibt Denhart von Harling das zum 18. Mal stattfindende Kunstfestival „48 Stunden Neukölln“. Auch an die 100 Ateliers und Projekte nehmen teil. Zu den Höhepunkten gehören die Holzkonstruktion „Die Welle“ von 3eck, auf der unter anderem die syrische Tanzgruppe „Gafrana“ auftreten wird. Vielversprechend ist auch das Projekt „Börsenorchestrion“ von Thomas Seher, bei dem Börsenkurse live in Orgelmusik umsetzt werden.

„48 Stunden Neukölln“ 24.–26. Juni, diverse Orte in Neukölln, alle Infos unter: www.48-stunden-neukoelln.de

Treptow: Sightseeing und Yoga auf dem Paddel-Boot

Mit dem Paddel auf dem Board übers Wasser: Immer freitags wird in Treptow in den Sonnenuntergang gepaddelt. Am Badeschiff an der Arena geht es los. Stehend auf einem Board mit einem Paddel in der Hand wird der Abend mit einer Spree-Partie begonnen. „Beim SUP Friday, dabei steht SUP für Stand Up Paddling, können auch Einsteiger mitmachen“, sagt Severine Scala, Chefin des StandUpClubs Berlin. Auf dem Kursprogramm stehen auch Yoga und Pilates, natürlich ebenfalls auf einem Board. Und für individuelle Stand Up Paddeling-Touren werden Boards auch ausgeliehen.

StandUpClub am Badeschiff Eichenstr. 4, Treptow, S8, 9, 41, 42, 45, 46, 85 Treptower Park, Mo.–Fr. 12–21, Sbd., So., fei. 10–20 Uhr, Tel. 54 03 11 23, standupclub.de

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