25 Jahre Einheit

Streit um die Umstellung von DDR-Renten

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2015 jährt sich die deutsche Einheit zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Um die Umstellung der DDR-Renten auf D-Mark ist eine Kontroverse zwischen Ost-Berlin und Bonn entbrannt. Vor den ersten Verhandlungen für diesen Teil des Entwurfs für einen Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR kritisierte DDR-Arbeitsministerin Regine Hildebrandt (SPD) am 8. Mai 1990 die von Bonn angebotenen Regelungen.

Demnach sollten DDR-Renten künftig wie in der Bundesrepublik nach 45 Versicherungsjahren 70 Prozent des Nettodurchschnittsgehaltes eines vergleichbaren noch Arbeitenden betragen. Nach Ansicht Hildebrandts würde dies für rund eine Million Menschen in der DDR bedeuten, dass sie nach der Umstellung keine höhere Rente bekommen, 700.000 sogar eine niedrigere. Diese Million Menschen werde weniger als 400 Mark monatlich umgetauscht bekommen.