25 Jahre Mauerfall

DDR-Bürger erstatten Anzeigen wegen Wahlfälschung

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

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Am 24. Mai 1989 berichteten West-Medien, dass es in Ost-Berlin zu Strafanzeigen wegen der Kommunalwahlen am 7. Mai gekommen sein soll. Mindestens zwölf Bürger hätten Strafanzeige wegen „Wahlfälschung“ gestellt, hieß es aus Kirchenkreisen. Nach den öffentlichen Auszählungen sei die Zahl der Stimmen gegen den Vorschlag der staatlichen Einheitsliste in einigen Bezirken amtlich als zu niedrig ausgewiesen worden. Strafanzeige erstattete auch der Ost-Berliner Pfarrer Rainer Eppelmann, der der Leiterin der Stadtbezirkswahlkommission Friedrichshain „Fälschung des Wahlergebnisses“ vorwarf. Darauf stand eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.