25 Jahre Mauerfall

Mehr Verstöße gegen Menschenrechte in Ost-Berlin und der DDR

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Eine wachsende Zahl von Menschenrechtsverstößen registrierte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM). Nach der am 5. März 1989 veröffentlichten Einschätzung von IGfM-Präsident Iwan Agrusow hat die Gesellschaft im Jahr 1988 eine wachsende Zahl von Menschenrechtsverstößen in Ost-Berlin und der DDR registriert. Trotz einer Amnestie im Herbst 1987 gebe es immer noch 2000 politische Gefangene.

Auch habe die neue Ausreiseverordnung die Reisemöglichkeiten für Ost-Berliner und DDR-Bürger „drastisch reglementiert und erschwert“. Die Menschenrechtssituation in der Sowjetunion hingegen bezeichnete der IGfM-Chef als „hoffnungsvoll und ermutigend“. Zwar gebe es in der UdSSR unverändert schwere Menschenrechtsverletzungen, doch die „Abkehr von der absoluten Gewaltpolitik der vergangenen Jahre“ lasse auf eine bessere Zukunft hoffen.