Für mehr Wohnraum sieht Bundeskanzler Friedrich Merz nicht nur den Gesetzgeber in der Pflicht, sondern hält auch etwa die Bebauung des Tempelhofer Feldes in Berlin für notwendig. „Wenn so ein Bereich wie das Tempelhofer Feld durch eine Volksabstimmung der Bebauung entzogen wird, dann haben wir natürlich hier ein Problem, das mehr ist als nur gesetzliche Regelungen durch den Gesetzgeber“, sagte der CDU-Politiker bei der Industrie- und Handelskammer Berlin. „Wir müssen auch dafür werben, dass in solchen Bereichen, das sind erstklassige Innenstadtbereiche, dass dort auch gebaut werden kann.“

Merz verwies darauf, dass die Bundesregierung mit dem Bauturbo und dem Gebäudetyp E erste Entscheidungen für mehr Bauen getroffen habe.

Wirtschaftspolitisches Frühstück der IHK Berlin
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht beim wirtschaftspolitischen Frühstück der IHK Berlin.© Sebastian Gollnow/dpa | Sebastian Gollnow

Der Kanzler warb zudem für eine höhere Eigenheimdichte. In Deutschland liege die Eigenheimquote bei 50 Prozent, so niedrig wie in keinem anderen Land der EU. „Wir müssen auch ermöglichen, dass die jungen Menschen wieder bauen.“

Linke, Grüne und SPD in der Hauptstadt haben sich in ihrem Sondierungspapier darauf festgelegt, dass das Tempelhofer Feld nicht bebaut wird.

dpa/dw