Im vergangenen Jahr wurden über den Berliner Flughafen BER 2.591 Menschen abgeschoben. Mit diesem Anstieg von gut 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr bleibt der BER einer der Flughäfen mit den meisten Abschiebungen bundesweit, wie das Forum Abschiebungsbeobachtung Berlin-Brandenburg am Montag in seinem Tätigkeitsbericht 2025 mitteilte.

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Im Berichtszeitraum beobachtete und dokumentierte das Forum 28 von 37 Sammelabschiebungen sowie 96 Rückführungen von Einzelpersonen. Hauptziele bei den Sammelabschiebungen waren demnach erneut Moldau, Georgien und Serbien.

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Forum Abschiebungsbeobachtung kritisiert Abschiebepraxis

Das Forum wies zudem auf eine fehlende Sprachvermittlung bei Personen hin, die in ärztlicher Begleitung per Linienflug abgeschoben worden seien. Auch Fragen, die das Kindeswohl betreffen, wurden thematisiert; etwa nächtliche Abholungen oder der Einsatz von Minderjährigen als Übersetzer. Als problematisch benannte das Forum Abholungen von Familien mit Kindern zur Nachtzeit.

Festnahmen von ausreisepflichtigen Personen während einer Vorsprache bei Behörden führten häufig dazu, dass Betroffene ohne Gepäck und wichtige Unterlagen abgeschoben würden. Zugleich lobte das Beobachtungs-Forum einen positiven Umgang der Bundespolizei mit Kindern. Für besonders verletzliche Personen, wie etwa Kinder im Autismus-Spektrum seien gesonderte Abläufe neu geschaffen worden.

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Seit Anfang 2014 werden an den Berliner Flughäfen Abschiebungen von ausreisepflichtigen Asylbewerbern oder Ausländern durch einen unabhängigen Beobachter aus dem Forum begleitet. Im Forum vertreten sind neben der Bundespolizei als Vollzugsbehörde und den am Abschiebungsverfahren beteiligten Behörden der Länder Berlin und Brandenburg auch die evangelische und katholische Kirche, Wohlfahrtsverbände, das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) sowie Amnesty International und Pro Asyl.

KNA/BM