An einem bundesweiten Aktionstag am vergangenen Sonnabend haben Menschen an mehreren Flughäfen gegen Abschiebungen und Abschiebehaft demonstriert. Neben Leipzig, Köln-Bonn, Frankfurt am Main und Düsseldorf wurde auch am BER demonstriert. Am Flughafen Berlin-Brandenburg versammelten sich einem Berichht der „B.Z.“ zufolge etwa 200 Abschiebegegner und damit deutlich mehr, als erwartet.

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Bei der Polizei angemeldet waren nur etwa 25 bis 50 Personen. Aufgrund des unerwarteten Zustroms hatte die Polizei die Proteste ins Freie verlegt. Die Versammlung sollte laut „B.Z.“ direkt in Terminal 1 stattfinden.
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Die Proteste richteten sich gegen Abschiebungen abgelehnter Asylsuchender, Abschiebehaft und den Ausbau von Infrastrukturen für diesen Zweck. Wie Flughafensprecherin Sabine Deckwert dem Tagesspiegel sagte, sei die Aktion ohne Folgen für den Flugbetrieb geblieben, es habe keine Beeinträchtigungen am BER gegeben. Zu der Frage, ob am Sonnabend Abschiebeflüge am BER geplant waren, machte der Flughafen keine Angaben.
Proteste gegen Charter-Abschiebungen nach Afghanistan
In der Nähe des Münchner Flughafens in Oberding protestierten am Samstag gut 700 Menschen. In Leipzig schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf rund 400, in Frankfurt auf rund 300 und in Berlin-Brandenburg auf rund 150 Menschen. An den Airports Köln/Bonn und Düsseldorf sprach die Polizei von jeweils rund 50 Demonstranten.
In Leipzig ging es vor allem um Charter-Abschiebungen nach Afghanistan. Vom Flughafen Leipzig/Halle aus sind in diesem Jahr bereits mehrfach Abschiebeflüge nach Afghanistan gestartet. Nach Behördenangaben befanden sich an Bord zumeist Straftäter.
„Wir fordern einen sofortigen Abschiebestopp, weil Schutzsuchende ein Recht auf Asyl haben“, sagte eine Sprecherin des Aktionsbündnisses. Dass ausgerechnet die deutsche Regierung dieses Recht mit Füßen trete und zudem bei den Abschiebungen mit den Taliban zusammenarbeite, sei fürchterlich.
mit dpa






