Brandenburgs Innenminister Jan Redmann stellt ein gestiegenes Interesse an der Polizeiarbeit in Brandenburg aus Nachbarländern fest. „Das gab es auch mal in der Vergangenheit, dass Berliner lieber in Brandenburg Polizisten werden wollten. Dieses Phänomen nimmt gerade zu“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Das Interesse, in Brandenburg Polizist zu werden, sei merklich gestiegen.
Die CDU Brandenburg, deren Landesvorsitzender Redmann ist, schrieb vor wenigen Tagen zudem, die Berliner Linke vergraule Polizisten.
Auch interessant
CDU: Berliner Linke vergrault viele Polizisten
Ende September warb Brandenburgs Innenminister bei Instagram bereits um Polizeinachwuchs aus Berlin und Sachsen-Anhalt. Der CDU-Politiker hatte gesagt: „Du kommst aus Berlin oder Sachsen-Anhalt, möchtest Polizist werden und sorgst dich gerade um die politische Zukunft in deinem Heimatland? Dann schau mal nach Brandenburg.“

In Berlin wurde bei den Wahlen im September die Linke stärkste Kraft, in Sachsen-Anhalt die AfD. Auch aus anderen Bundesländern hatte es daraufhin Abwerbeangebote gegeben. Die CDU Brandenburg schrieb bei Instagram vor wenigen Tagen: „Flucht aus der Hauptstadt: Auffällig viele Polizisten wollen weg aus Berlin.“ In dem Beitrag ging es um die Anschaffung von 115 neuen Streifenwagen in Brandenburg. „Während die Berliner Linke viele Polizisten vergrault, zeigen wir ihnen, wie sehr wir sie schätzen!“
Linke: „Aufrüstung“ der Polizei Berlin stoppen
Zahlen zu Bewerbern aus anderen Bundesländern nannte der Innenminister nicht. Noch bis 31. Dezember können sich angehende Polizisten für die Einstellung zum April 2027 in Brandenburg bewerben. Brandenburg will das Polizei-Personal aufstocken.
Auch interessant
Im Sondierungspapier von Linkspartei, Grünen und SPD in Berlin hieß es, dass bei der Polizei kein Personal abgebaut und der Verfassungsschutz nicht abgeschafft wird. In ihrem Wahlprogramm hatte die Linke zuvor angekündigt, eine weitere „Aufrüstung“ der Polizei in Berlin stoppen zu wollen. Die Gewerkschaft der Polizei in Berlin äußerte sich besorgt.
dpa




