Zum Artikel „Sondierungspoker geht weiter: Ist dieser Satz von Elif Eralp ein Ausweg?“ vom 14. Oktober:
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Quo vadis in Berlin? Es ist unglaublich, mit welcher Beharrlichkeit Die Linke, Die Grünen und die SPD an ihren Sondierungsgesprächen festhalten. Jedes Hindernis wird ausgeräumt, komme was wolle. Hauptsache, die Koalition steht am Ende. Dieses Verhalten ist zwar zielorientiert, aber zum Scheitern verurteilt. Da können die Führungsspitzen ihre Bekundungen abgeben, wie oft sie wollen, jedoch erkennt man die hohlen Phrasen als solche. Als Berliner schämt man sich im Namen dieser weltoffenen Stadt. Die hier bewusst vorangetriebene Spaltung der verschiedenen Interessengruppen verheißt nichts Gutes. Dass die SPD dabei mitmacht, ist erbärmlich. Von den Grünen ist man nicht überrascht, und die Linken haben endlich ihre Bühne. Ich bin ein Berliner, aber wie lange noch …
Miron Drewiacki, per E-Mail
Die Wahlen sind über drei Wochen her, aber wir Bürger erlebten bislang sinnfreie Vor-Vor-Gespräche, gefolgt von Vorgesprächen, die in überflüssigen Erklärungen mündeten. Nach einer weiteren Erklärung der Linken stoppen die Sondierungen und wir landen wieder bei den Vorgesprächen. Die Bürger erleben chaotische Zustände, wie die drei linken Parteien mit Antisemitismus umgehen und dem Judenhass in der Stadt begegnen wollen. Alles andere blieb bislang unberücksichtigt.
Stolz verkündet man, bei der Müllvermeidung Einigkeit zu haben. Das K.‑o.‑Thema Enteignung wurde noch gar nicht besprochen. Wenn Krach es ernst meint, dann wären bei diesem Thema schnell die roten Linien überschritten und man könnte jegliche Verhandlungen abbrechen. Man kann mit diesen Linken keine Regierung bilden; ihnen nicht unsere Stadt überlassen. SPD und Grüne sollten Vernunft, Anstand und Verantwortung zeigen und mit der CDU ein Bündnis zum Wohle der Stadt auf die Beine stellen. Es gibt keine Alternative, ein Blick nach Sachsen-Anhalt reicht.
Detlef Ritter, per E-Mail
Was ist das nur für ein unwürdiger Krampf? Da versuchen Linke, Grüne und SPD mit aller Macht, die Quadratur des Kreises zu lösen, und feilschen um kleinste Nuancen in den Formulierungen, wie unter allen Umständen eine Regierung handlungsfähig hergestellt werden könnte. Die Nachfolgepartei der PDS hat die Wahl gewonnen, weil sie eines der größten Probleme Berlins, nämlich die prekäre Situation auf dem Wohnungsmarkt, durch Enteignungen großer Wohnungsunternehmen lösen will. Obwohl dieses Unterfangen in den Bereich der Fantasie einzuordnen ist, lassen die es sich nicht nehmen, denn das wäre ein Verrat an ihren Wählern. Wie weit will sich der Herr Krach denn eigentlich noch verbiegen, anstatt zu versuchen, mit seiner Partei eine Neuauflage der Koalition mit der CDU und diesmal mit den Grünen hinzubekommen?
Dietmar Astfalk, per E-Mail
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Zum Artikel „Zuckersteuer: So viel mehr muss man bald für Cola, Limo und Co. bezahlen“ vom 14. Oktober:
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Jetzt soll sie doch kommen, diese überflüssige Zuckersteuer, denn die geldgierige SPD unter Lars Klingbeil hat sich wieder einmal gegen die Union durchsetzen können. Wie sagte es einst Bärbel Bas (SPD) so trefflich: „Bullshit“. Das Katz-und-Maus-Spiel innerhalb dieser aktuellen Koalition geht munter weiter, und wer hier die Katze ist, das weiß wohl jeder. Na, vielen Dank dafür! Wie lange sollen wir von dieser unfähigen Regierung noch so gnadenlos ausgeplündert werden?
Ulrike Schwarz, per E-Mail
Die Begründung der Politik zur Notwendigkeit der Zuckersteuer ist in allen Punkten mehr als fragwürdig. Eine Verringerung des Konsums von Brausen und Limonaden wird sich durch Ausweichen auf Süßstoffe oder andere zuckerhaltige Lebensmittel nur unwesentlich ergeben. Die Senkung der Kassenausgaben mittels Steuererträgen wird durch den sich notwendigerweise ergebenden hohen bürokratischen Aufwand wieder aufgefressen.
Hier lesen Sie mehr Leserbriefe an die Berliner Morgenpost
Minimierung der Sterberate: Eher gering bis spekulativ. Im realen Alltag kaum isoliert messbar. Steuern allein ändern selten den gesamten Lebensstil. Die Zuckersteuer ist lediglich ein Instrument, um Milliarden für das Gesundheitssystem zu generieren. Die Annahme, dass die Bevölkerung dadurch direkt schlanker wird oder die Sterberate messbar einbricht, greift erheblich zu kurz, zumal flankierende Maßnahmen wie Ernährungsbildung und Bewegungsförderung fehlen.
Jürgen Schultze, per E-Mail
Zum Artikel „Sachsen-Anhalt: CDU will bei Siegmund-Wahl den Saal verlassen“ vom 13. Oktober:
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Mit drei Jahren kam ich in den Kindergarten. Anfangs war ich davon nicht so ganz begeistert, das hat meine Mutter immer wieder betont. Doch nach einer gewissen Zeit ging ich sehr gerne dorthin. Was da jetzt die CDU bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt plant, das ist für mich unterste Schublade. Solche Kinkerlitzchen, die gab es im Kindergarten irgendwie kaum bis gar nicht; und wenn doch, damals waren schließlich wir noch kleine Kinder. Diese deutsche Demokratie kann zwar einiges aushalten, aber trotzdem finde ich dieses Verhalten der CDU sehr merkwürdig bis sonderbar und gleichzeitig auch ziemlich feige.
Klaus P. Jaworek, per E-Mail






