Bei einer Fahrzeugkontrolle in Mitte ist ein Autofahrer von einem Polizisten angeschossen worden. Es bestehe keine Lebensgefahr, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Mann sei mit einer Schussverletzung am Bein in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Beamten hätten das Fahrzeug wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht und Trunkenheit kontrolliert, teilte die Polizei mit.

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Doch der Autofahrer war bereits lange vor der Kontrolle zwei Polizeibeamten außer Dienst aufgefallen. Gegen 21.15 Uhr bemerkten sie den 40-jährigen Autofahrer auf der Chausseestraße, als er dort über den Radweg fuhr, um andere Fahrzeuge zu überholen, teile die Polizei am Mittwoch mit. Dabei habe er Radfahrende abgedrängt, teilweise mussten diese von ihren Fahrrädern springen.

Im weiteren Verlauf soll der Mann mehrere Unfälle verursacht und weitere Verkehrsteilnehmende erheblich gefährdet haben. Die beiden Polizisten außer Dienst alarmierten ihre Kollegen. Sie konnten dann den 40-Jährigen mit seinem Fahrzeug im Bereich der Karl-Liebknecht-Straße Ecke Spandauer Straße in der Nähe des Alexanderplatzes stoppen.

Autofahrer unter Drogen rammt Polizeifahrzeug

Der Mann soll dann plötzlich sein Auto beschleunigt, ein weiteres Fahrzeug und den Polizeiwagen gerammt haben. Schließlich raste er auf einen, auf der Fahrbahn stehenden, Beamten zu. Daraufhin gab ein Polizist einen Schuss ab, welcher den Mann an einem Bein traf.

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„Bei seiner anschließenden Festnahme leistete er weiter Widerstand, so dass die Einsatzkräfte das Distanzelektroimpulsgerät einsetzten“, teilte die Polizei mit. „Nach der Festnahme kam der 40-Jährige, der noch angab unter dem Einfluss von Betäubungsmittel zu stehen, zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.“

Auch eine Mordkommission ermittelt

Der Mann muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts des illegalen Autorennens, des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, der versuchten gefährlichen Körperverletzung und mehrerer Verkehrsunfallfluchten verantworten. Die Ermittlungen dauern an. Da ein Polizeibeamter im Dienst von der Schusswaffe Gebrauch machen musste, ermittelt routinemäßig auch eine Mordkommission.

Die Karl-Liebknecht-Straße war wegen der Ermittlungsarbeiten durch die Kriminaltechnik für mehrere Stunden zwischen Alexanderplatz und Spandauer Straße in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Die Busse der Linien 100 und 300 wurden großräumig umgeleitet, auf der Linie 200 kam es im Bereich des Alexanderplatzes zu Verzögerungen und Umleitungen.