Die Berliner Polizei hat gemeinsam mit serbischen Behörden eine mutmaßlich zentrale Plattform für gefälschte Telefonanrufe zerschlagen. Bei drei Durchsuchungen in Serbien konnten bereits am 7. Oktober (am vergangenen Mittwoch) zwei Männer im Alter von 26 und 27 Jahren festgenommen werden, wie die Behörde mitteilte. Eine 25-jährige Frau werde ebenfalls beschuldigt. Den Verdächtigen werde Beihilfe zum Computerbetrug in mehr als 18.000 Fällen vorgeworfen.

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In 70 Fällen seien bislang Schäden von rund 764.000 Euro festgestellt worden. Gegen die beiden Männer lagen bereits Haftbefehle vor. Die Staatsanwaltschaft Berlin möchte ihre Überstellung nach Deutschland beantragen.
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Weitere Durchsuchungen liefen in Charlottenburg-Wilmersdorf, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Dabei standen zwei Tatverdächtige im Alter von 23 und 41 Jahren im Fokus. Insgesamt gingen die Ermittler gegen 16 Beschuldigte vor. Zudem beschlagnahmten und deaktivierten sie Domains, Server, Telegram-Konten und weitere technische Anlagen der Plattform.
Die Beschuldigten sollen einen Voice-over-IP-Dienst betrieben haben, mit dem „Kunden“ Anrufe unter gefälschten Rufnummern führen konnten. Darunter waren offenbar Anrufe falscher Bankmitarbeiter und Polizeibeamter. Von der Infrastruktur sollen mindestens 600.000 Anwahlversuche ausgegangen sein. Die Ermittler vermuten, dass der Dienst mehr als 1,6 Millionen Euro eingebracht habe.
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