Zum Artikel „Giffey hält Koalition mit Linken ‚für nicht vertretbar‘“ vom 11. Oktober 2026
Wenn man schon betont, was alles nicht geht, dann möge man doch bitte auch sagen, was denn stattdessen gehen soll. Erst warnte sie die SPD vor dem Gang in die Opposition, also soll regiert werden. Nun warnt sie die SPD vor einer Koalition mit den Linken. Na, was denn nun? Die Zeiten, in denen die SPD in Berlin Ergebnisse rund um die 30 Prozent holte und ihre Koalitionspartner selbst bestimmen konnte, sind leider vorbei. Denkbar wäre dann nur noch eine Koalition mit CDU und Grünen, jedoch würde freilich auch das Kritiker auf den Plan rufen.
Constanze Meyer-Roick, via E-Mail
Verfassungsfeindlichkeit und Faschismus wurden bisher immer nur dem rechten Spektrum und der AfD zugeschrieben. Was in weiten Teilen der Linken propagiert wird, sollte dringend zu einem Umdenken führen.
Hans-Georg Bausen, via E-Mail
Zum Wahlergebnis in Berlin 2026
Rot-Rot-Grün hat selbst das Wahlalter für die Berliner Wahlen auf 16 Jahre herabgesetzt, in der Hoffnung, dass sie damit mehr Stimmen erreichen. Diese teilnehmende Wählerklientel ist weder volljährig noch geschäftsfähig. Sie darf aber in ihrer Pubertät vollwertig an Wahlen für die Regierung einer Großstadt teilnehmen. Es war voraussehbar, dass diese Klientel die Linken oder die AfD wählen würde. Die Grünen wie die SPD waren allerdings der Auffassung, dass sie von der Herabsetzung des Wahlalters profitieren würden. Eine Fehleinschätzung, wie sich herausstellte.
Die Vereinbarung zum Antisemitismus müsste sofort Konsequenzen in Neukölln und im Bundestag haben. Das, was hier vereinbart wurde, gibt der Linken die Möglichkeit, ihre antisemitischen Mitglieder und nahen Freunde von Clan-Mitgliedern zu schützen, anstatt sie aus der Partei herauszuwerfen. Sollten die SPD oder die Grünen eine Koalition mit der Nachfolgepartei der SED eingehen und vergessen, wie viele Menschen durch das SED‑Regime Verfolgung, Benachteiligung, Folter und Schmerz erlitten haben, werden sie bei der nächsten Wahl die Quittung erhalten.
Heidrun Quandt, via E-Mail
Zum Artikel „Neuers Patzer befeuert Torhüter-Debatte bei Bayern“ vom 11. Oktober 2026
Beim Blick auf den aktuellen Rasen wird klar, dass Cristiano Ronaldo und Manuel Neuer ein neues, tragisches Hobby gefunden haben: Sie sammeln Überstunden auf dem Platz. Während Lionel Messi seine Karriere im genau richtigen Moment Richtung Hollywood-Ausklang geschoben hat, scheinen Ronaldo und Neuer den Absprung schlicht verschlafen zu haben. Manuel Neuer steht mittlerweile im Tor wie der liebenswürdige, aber etwas hüftsteife Opa beim Familiengrillfest. Er schaut den Bällen hinterher, die er früher mit dem kleinen Zeh pariert hätte, und murmelt vermutlich leise: „Früher war mehr Lametta.“
Wenn diese alternden Fußballgötter wissen wollen, wie man eine Bühne wirklich verlässt, sollten sie dringend einen Volkshochschulkurs bei Angela Merkel belegen. Das war die absolute Champions League des Rücktritts. Sie ist genau in der Sekunde gegangen, als die Party noch halbwegs lief, um das Chaos danach mit einem genüsslichen Schulterzucken zu betrachten. Dank ihres meisterhaften Timings kann sie nun jede politische Misere der Gegenwart ganz entspannt ihren Nachfolgern in die Schuhe schieben, während sie selbst bei jeder Gelegenheit feierlich das Büfett eröffnet. Ronaldo und Neuer kleben an ihren Pfosten und Torlinien. „Mutti“ dagegen hat es geschafft, sich unsterblich zu machen und das Chaos einfach wegzulächeln.
Alfred Kastner, via E-Mail
Zum Artikel „Auf der Suche nach alter Stärke“ vom 12. Oktober 2026
Wenn man die letzten Wochen in Deutschland verfolgt, kommt man zu dem Schluss, das Land will sich zerstören. Natürlich spielt eine wichtige Rolle, dass die Welt heute anders aussieht als vor zehn Jahren (Ukraine, Trump, Israel …). Mein Appell: Die demokratischen Parteien müssen unbedingt in dieser Situation eine gemeinsame Linie finden. Zum Beispiel sich einig sein, die AfD in Mecklenburg-Vorpommern an die Regierung zu lassen. Da kann diese Partei zeigen, was sie wirklich kann. Wenn die Opposition geschlossen einig ist, gibt es eigentlich nur ein Ergebnis: Die Regierungszeit geht schnell zu Ende. Oder die Zukunft in Deutschland sieht wirklich anders aus.
Norbert Ehmke, via E-Mail
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