Dieser Samstag verlangt der Polizei Berlin erneut einiges ab. 10.000 Teilnehmende sind für eine Großdemonstration im Berliner Regierungsviertel und in der Innenstadt angemeldet. Erneut will das sogenannte „Projekt 1 Million“ vom Brandenburger Tor über Unter den Linden, Friedrichstraße und Straße des 17. Juni bis zum Kanzleramt und zurück ziehen, um den Rücktritt der aktuellen Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) zu fordern. Die Veranstaltung soll von 10 bis 16:30 Uhr stattfinden.

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Zuvor sollen drei Fahrzeugkonvois ab circa 7:30 Uhr mit 50 bis 150 Teilnehmern als Zubringer für die Kundgebung fungieren. Bei der letzten Demonstration von „Projekt 1 Million“ Anfang Juni hatte die Polizei den Zustrom an Fahrzeugen auf der Straße des 17. Juni allerdings früh begrenzen müssen. Die Verkehrsinformationszentrale warnt daher vor weitreichenden Sperrungen und Verkehrseinschränkungen im Zentrum sowie rund um den Tiergarten.
Bündnis fordert Rücktritt der Bundesregierung Friedrich Merz
Hinter dem „Projekt 1 Million“ steckt das Bündnis des sächsischen Handwerkers Marcel Baldauf, das sich als „überparteilich“ bezeichnet, aber teils auch diesmal aus dem rechtsextremen Milieu Unterstützung erhält. Zu den Forderungen gehören sofortige Neuwahlen, die Abschaffung der CO2-Steuer, direktdemokratische Elemente nach Schweizer Vorbild, die Abschaffung des „GEZ-Zwangsbeitrags“ und die vollständige Reformierung und Neuausrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) sowie die „sofortige Ausweisung aller ‚verurteilten, straffälligen und illegalen Migranten‘“.
Polizei schützt Innenstadt mit 1300 Einsatzkräften
Für die Berliner Polizei wird es ein Kraftakt. Parallel muss sie neben mehreren Gegendemonstrationen auch eine Pro-Palästina-Kundgebung des Aktivisten der Terrororganisation Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), Ibrahim Ibraim, vor dem Neptunbrunnen sowie das beliebte Festival of Lights sichern. Informationen dieser Redaktion zufolge werden daher 1300 Einsatzkräfte in der Innenstadt Präsenz zeigen. Unterstützung kommt von der Bundespolizei sowie aus Bremen und Bayern.
Polizei Berlin steht vor Mammut-Wochenende
„Wir stehen vor dem nächsten Mammut-Wochenende in der Hauptstadt mit allein mehr als 50 Versammlungslagen am Samstag“, sagt Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP. „Unsere Kollegen kommen ohnehin kaum aus den Stiefeln und genießen meinen allerhöchsten Respekt, weil ihre Dienstpläne kaum Bestand haben und sie nahezu dauerhaft massive Einschnitte im Privatleben hinnehmen, um die Sicherheit zu gewährleisten.“





