Die Generalprobe startet unvermittelt. Sogleich bleiben Passanten am Potsdamer Platz stehen und schauen gebannt auf die Fassade des Kollhoff-Towers, auf der ein wildes Farb- und Formenspiel beginnt. Es läuft eine Videomapping-Show des spanischen Künstlers Chema Siscar. Auch der benachbarte Forum-Tower sowie das Ritz Carlton sind bunt illuminiert. Auf dem ebenfalls erstrahlenden Delbrück-Hochhaus am Platz ist das Motto des diesjährigen Festival of Lights zu lesen: „Colours of Love“.

Mehr als 30 Künstlerinnen und Künstler aus elf Ländern sind in diesem Jahr dabei. Sie sorgen dafür, dass 40 Orte in der ganzen Stadt bunt erstrahlen. Die Videomapping-Shows gehen nur einige Minuten und beginnen dann nach einer kurzen Pause wieder von vorn. Vom 9. bis 18. Oktober werden sie an Wahrzeichen, Sehenswürdigkeiten, geschichtsträchtigen Gebäuden und prominenten Plätzen von 19 bis 23 Uhr zu sehen sein.
Festival of Lights 2026: Lichtshow mit Millionenpublikum
Erwartet wird ein Millionenpublikum. Mehr als drei Millionen Zuschauer hat die Polizei im vergangenen Jahr beim Festival gezählt. Ob es wieder so viele werden, sei „auch eine Frage des Wetters“, betont Anja Nitsch, Mitglied der Geschäftsführung des Festivals, zur Generalprobe am Dienstagabend. Das Probeleuchten sei wichtig, um zu schauen, ob technisch alles funktioniere. Künstlerisch sind die Projekte abgeschlossen. Ein ganzes Jahr lang habe das Festivalteam für diese zehn Abende im Oktober gearbeitet. Es ist die mittlerweile 22. Ausgabe des Festival of Lights.

„Diesmal dreht sich alles um das vielleicht schönste und zugleich tiefste Gefühl überhaupt, die Liebe“, erläutert Festival-Direktorin Birgit Zander das Motto. Liebe sei kein einzelner Moment, sondern ein Lebensgefühl, sagt sie. „Die zehn Abende des diesjährigen Festival of Lights widmen wir genau diesem Lebensgefühl und laden Besucherinnen und Besucher aus aller Welt herzlich ein, sich in Berlin zu verlieben.“
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