Zum Artikel „Kinder, die keine klaren Regeln erlebt haben, haben es in der Schule oft schwer“ vom 7. Oktober

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Wer mit Interesse verfolgt, was die Lehrerschaft in unserer deutschen Hauptstadt so alles anstellt, um ihre Schüler und Schülerinnen mit Erfolg zu einem Schulabschluss zu führen, fragt sich, wie man es denn ohne all das eigentlich selbst bis zu einem erfolgreichen Abitur schaffen konnte. Es gab nämlich damals keine Kita – schon gar keine kostenlose –, keinen Hort, keine zusätzlichen Sozialpädagogen, keinerlei Förderunterricht und keine Turnhalle für Sportangebote jeglicher Art. Wir durften auch nicht wie heutzutage auf unserem Schulhof herumtollen, sondern mussten uns in den großen Pausen unter strenger Aufsicht in Reih und Glied und im Kreis darin bewegen. Wer auf der Strecke blieb, kam ohne Aussicht auf größeren Erfolg in die Hilfsschule. Dennoch haben die meisten von uns zumindest Schreiben und Rechnen, ja sogar Lesen und rasches Bewegen gelernt.

Peter Knief, per E-Mail

Zum Artikel „Nicht nur wegen der Zuckersteuer: Warum es Ärger in der Koalition gibt“ vom 6. Oktober

Wer geglaubt hat, dass eine Zuckersteuer von der Zuckerindustrie und ihren Lobbyisten ohne Gegenwehr akzeptiert wird, der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

Dietmar Astfalk, per E-Mail

Zum Artikel „,Rebellischer Jugendakt‘ – Schüler verbrennt Ladung zur Musterung“ vom 3. Oktober

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Man kann der Bundeswehr als solcher und den Vorschriften zur Musterung beziehungsweise zum Wehrdienst selbstverständlich kritisch gegenüberstehen und alles zusammen aus den unterschiedlichsten Gründen zutiefst ablehnen. Und wer eben kein Interesse daran hat, darf das gegenüber der Institution auch so äußern und sogar dagegen protestieren. Dem jungen Menschen im Artikel scheint es jedoch sowohl an der geistigen Reife zu fehlen, einerseits die Gesamtzusammenhänge zu verstehen, als auch an der kognitiven Fähigkeit, sich auf sachliche Art und Weise zu äußern. Leider differenziert der Artikel die Thematik mit keinem Wort. So werden Menschen, die ebenso einfach gestrickt sind wie der junge Herr im Artikel, zur Nachahmung aufgefordert. Das war kein rebellischer Akt, sondern infantiles Protestgehabe.

Andreas Polley, per E-Mail

Zum Artikel „Expo 2035: ,Berlin sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen‘“ vom 6. Oktober

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Zum Leserbrief von Yvonne Reitemeier („... warum die Ostdeutschen weniger Führungspositionen und weniger Vermögen haben ...“) muss ich sagen: Ich liebe es, wenn mir jemand, der augenscheinlich in der Bundesrepublik aufgewachsen ist, erklärt, warum ich als lebenslanger Ossi zur Wendezeit kein Haus, kein Erbe und kein Vermögen hatte. Ich bin jetzt 82 Jahre alt; was ich jetzt habe, habe ich mir nach der Wende selbst erarbeitet – trotz jahrelanger Arbeitslosigkeit, ABM etc. meines (gut ausgebildeten) Mannes, der nie eine Arbeit gescheut hat, auch wenn sie weit unter seiner Qualifikation lag. Die Chance, Wohlstand aufzubauen, hatten weder meine Eltern noch meine Großeltern, obgleich alle hart gearbeitet haben. Sie haben voll gearbeitet, trotzdem mehrere Kinder großgezogen (die alle eine gute Bildung und Ausbildung erhalten haben), nie ein Babyjahr gehabt und 20 Mark Kindergeld im Monat bekommen. Wie die Löhne und Gehälter in der DDR waren, können Sie nachlesen. Die Alternative war, am Wochenende schwarzzuarbeiten, was viele handwerklich Begabte auch getan haben, um sich wenigstens ein Auto oder Ähnliches leisten zu können. Es freut mich für Sie, dass Sie anders leben konnten. Aber beurteilen Sie nichts, was Sie nicht aus eigener Erfahrung kennen. 

Renate Grahlmann, per E-Mail

Zum Artikel „Sondierungen in Berlin: Diese Hürden bremsen Rot-Grün-Rot“ vom 5. Oktober

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Bislang hegte ich ja noch einiges an Sympathien für die SPD und die Grünen. Die verliere ich jedoch, weil ich es unmöglich finde, dass sie mit dieser Linkspartei zusammen regieren wollen. Wie kann man mit einer in weiten Teilen antisemitischen Partei koalieren? Mit Clanunterstützern? Mit einer Partei, die Polizei und Verfassungsschutz abschaffen will? Wie dumm muss man sein, um in einer Stadt, die schon mehr als pleite ist, den Menschen Enteignungen zu versprechen, welche Milliarden kosten? Von weiteren Wohltaten wie fast allen Dienstleistungen wie ÖPNV, Kita etc., die es umsonst oder für ein kleines Entgelt geben soll, mal abgesehen. Wie sollen weitere Migranten integriert werden? Wo sollen sie wohnen, von welchem nicht vorhandenen Geld versorgt werden? „Tax the Rich“ hört sich einfach an. Aber die Links-Rot-Grünen werden lernen müssen, dass nichts so flüchtig ist wie Geld. Wer wirklich über ein großes Vermögen verfügt, ist hier ganz schnell weg. Und Berlin verslumt immer mehr und ist eine Stadt ohne Lebensqualität. Und nicht zu vergessen: 75 Prozent der Berliner haben NICHT die Linke gewählt. 

Karola Albrecht, per E-Mail

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