Schüsse auf ein vorbeifahrendes Auto oder auf Restaurants: In Berlin nimmt die Schusswaffenkriminalität zu. Wo kommen eigentlich all die Waffen her, mit denen gedroht und auch geschossen wird? Oft sind es keine originalen Pistolen der großen Herstellerfirmen.

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Illegale Pistolen, die von Kriminellen benutzt werden, sind oft nachgebaute Waffen aus der Türkei. Diese gefälschten Schusswaffen aus illegaler Produktion bildeten in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt bei der Schusswaffenkriminalität, antworteten Polizei und Senat auf eine Anfrage der CDU.
Meistens seien es Fälschungen und Imitationen von Pistolenmodellen ausländischer Waffenhersteller. „Diese werden nach bisherigen Erkenntnissen zumeist auf dem Landweg aus der Türkei nach Westeuropa transportiert, wie u. a. Sicherstellungen im Rahmen von Kontrollen an den entsprechenden Grenzübergängen belegen“, hieß es.
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Berliner Polizei spricht von Gewalt als Dienstleistung
Von November 2025 bis August 2026 seien 1084 Ermittlungsverfahren der Schusswaffenkriminalität zugerechnet worden, so die Polizei. Eine ernstzunehmende Bedrohung seien dabei auch Gewalttaten, die von bezahlten Auftragstätern verübt würden. Die Polizei sprach von dem Phänomen „Violence as a Service“ (Gewalt als Dienstleistung). Die Vorbereitung und Durchführung von Gewalthandlungen werde gegen Bezahlung an Dritte ausgelagert.

Die spezielle Ermittlungsgruppe der Polizei „Ferrum“ zu den anhaltenden Gewalttaten, mit denen oft türkischstämmige Ladeninhaber oder Restaurantbesitzer erpresst werden, wurde vor knapp einem Jahr eingesetzt. Sie arbeite mit etwa 100 Mitgliedern „ohne festes Enddatum“ und der Lage angepasst, hieß es.
dpa







