Fremdenfeindliche Angriffe in Köpenick und Alt-Hohenschönhausen: Frau und Mann attackiert
In Berlin ist es am Freitagabend zu zwei mutmaßlich fremdenfeindlichen Angriffen gekommen. Die Polizei ermittelt nach Vorfällen in
Köpenick und Alt-Hohenschönhausen (
Lichtenberg).
Der erste Vorfall ereignete sich gegen 18.50 Uhr an der Kreuzung Salvador-Allende-Straße/Wendenschloßstraße in Köpenick. Nach Angaben einer 36 Jahre alten Zeugin soll eine unbekannte Frau eine 25-Jährige, die ein Kopftuch trug, unvermittelt fremdenfeindlich beleidigt haben.
Anschließend soll die Unbekannte mit erhobenen Fäusten auf die 25-Jährige und die Zeugin zugerannt sein. Sie habe der 25-Jährigen mit der Faust gegen die Schulter geschlagen. Die 36-Jährige sei daraufhin eingeschritten und habe die Angreiferin von weiteren Attacken abgehalten.
Als die Unbekannte den Ort verließ, soll sie die 25-Jährige weiter fremdenfeindlich beleidigt und ihr zudem eine nationalsozialistisch motivierte Äußerung zugerufen haben.
Unbekannter schlägt Mann ins Gesicht
Nur wenige Minuten später kam es in Alt-Hohenschönhausen zu einem weiteren mutmaßlich fremdenfeindlichen Angriff. Gegen 19 Uhr soll ein 29-Jähriger beim Aussteigen an der Tram-Haltestelle Freienwalder Straße rassistisch beleidigt worden sein. Die Äußerungen sollen sich nach Polizeiangaben unter anderem gegen seine Hautfarbe gerichtet haben.
Im weiteren Verlauf sollen vier weitere Personen auf den Mann zugekommen sein und versucht haben, ihn gemeinsam zu schlagen. Einer der Angreifer habe ihm schließlich mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
Ein bislang unbekannter Zeuge half dem 29-Jährigen anschließend. Er soll ihn zum Schutz vor weiteren Angriffen in eine Tram gebracht haben. Der Mann erlitt ein Hämatom am Kopf, lehnte eine medizinische Behandlung jedoch ab.
Eine Suche nach den mutmaßlichen Angreifern in der näheren Umgebung blieb ohne Erfolg. In beiden Fällen ermittelt die Polizei wegen mutmaßlich fremdenfeindlicher Straftaten.