39.374 Kinder und Jugendliche haben an der ersten U16-Wahl in Berlin teilgenommen. Bei den Ergebnissen lag die Linke mit 32,8 Prozent auf dem ersten Platz, vor den Grünen mit 20,9 Prozent. Es folgten SPD (11,9 Prozent), CDU (8,3 Prozent), Tierschutzpartei (7,7 Prozent) und AfD (5,8 Prozent). Unter der Fünf-Prozent-Marke lagen FDP, Volt und BSW. Dass es die Tierschutzpartei bei der Wahl am 20. September über die 5-Prozent-Marke schafft, ist – nach allen bisherigen Umfragen – sehr unwahrscheinlich. Die Partei wird und wurde bislang nicht einzeln ausgewiesen, wäre sozusagen unter „Sonstige“ zu verorten.

Bei der symbolischen Wahl können Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ihre politischen Präferenzen äußern. Das Ergebnis hat keinen Einfluss auf die reguläre Abgeordnetenhauswahl. Die Veranstalter teilten mit: „Dass so viele junge Menschen ihre Stimme abgegeben haben, bekräftigt ihr Interesse an Mitbestimmung, gerade in einer Zeit, in der junge Stimmen nur wenig gehört werden.“

Berlin: U18- wird zur U16-Wahl

Durch die Absenkung des regulären Wahlalters auf 16 Jahre wurde die ehemalige U18-Wahl zum Abgeordnetenhaus erstmals eine U16-Wahl. Bei der letzten regulären Wahl zum Abgeordnetenhaus 2021 gaben 16.763 Kinder und Jugendliche ihre Stimme ab. Bei der letzten U18-Wahl (Bundestagswahl 2025) nahmen in Berlin 32.497 junge Menschen teil.

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Rund 340 Wahllokale in Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen und Bibliotheken hatten in der vergangenen Woche geöffnet. Wählen durften alle jungen Menschen unterhalb der Altersgrenze. Die Staatsbürgerschaft spielte keine Rolle.

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Richtigstellung: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass ein Einzug der Tierschutzpartei „ausgeschlossen“ sei. Das ist nicht richtig. Jede Partei hat die Chance, nach den Wahlen am 20. September ins Berliner Abgeordnetenhaus einzuziehen – unabhängig von vorherigen Umfragen, die Momentaufnahmen sind.

dpa/dw