Ein fester Termin im Golfkalender für September: das Charity-Turnier zugunsten der Michael-Stich-Stiftung in Groß Kienitz. Jürgen Gangl, Chef des Park Inn Hotels am Alexanderplatz, richtet das Turnier seit 16 Jahren aus, mit Spendern, Sponsoren und Golfern, die 160 Euro Startgeld zahlen. 

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In diesem Jahr gingen 90 Spieler mit Kanonenstart gleichzeitig auf die Runde. Das Turnier zählt für das Handicap. Wer seine Vorgabe halten oder verbessern wollte, musste kämpfen: mit Böen bis zu 60 km/h auf einem knochentrockenen Platz. Der ehemalige Tennisprofi Michael Stich nahm bei den Abschlägen fast immer das Eisen anstelle des Drivers.

Starke Windböen fordern die Spieler

„Ich habe lange nicht gespielt, da ist das sicherer“, meinte er. Sein Handicap ist 9,6, sein Schwung elegant und als Flightpartner ist er ein Gentleman: Er harkte jedes Mal den Bunker für mich, wenn mein Ball dort gelandet war. Und freute sich über jeden gelungenen Schlag der anderen. 

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Auf dem Fairway durfte bei den vielen kahlen Stellen besser gelegt werden, aber das Spiel mit extremem Gegen- oder Rückenwind machte das kaum leichter. „Man muss diese Bedingungen annehmen und nicht damit hadern“, meinte Michèle Prigoschin vom Golfclub Wannsee. Sie wurde Bruttosiegerin des Turniers mit 27 Punkten, bei den Herren gewann Glen Gröbel aus Groß Kienitz mit 38 Brutto-Punkten.

Park Inn Charity
Siegerehrung: Hotelchef Jürgen Gangl mit Golfclubmanagerin Ariane Fränkle und den Bruttosiegern Glen Gröbel und Michèle Prigoschin (v.l.).© Petra Götze | Petra Götze

Gute Kondition brauchten die Turnier-Teilnehmer nicht nur für die fast sechs Stunden lange Golfrunde, sondern auch für die Abendveranstaltung und das Dinner im Park Inn Hotel. Gegen den ersten Hunger stand auf den Tischen eine große Auswahl an Vorspeisen bereit, den Hauptgang gab es erst um 22 Uhr.  

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Michael Stich freut sich mit den Turnier-Organisatoren Susanne Gerlach, Jürgen Gangl und Ariane Fränkle über 35.000 Euro für seine Stiftung. © Petra Götze | Petra Götze

Dass es bei dem Turnier weniger ums Gewinnen und mehr um den guten Zweck geht, sagte Michael Stich in seiner Rede am Abend: „Wir unterstützen mit meiner Stiftung nicht mehr nur HIV-Infizierte, sondern auch sozial benachteiligte Kinder. Wir wollen ihnen ein Lächeln schenken. Ich bin sehr dankbar, dass dieses Turnier dazu beiträgt.“ Dank Tombola und Versteigerung konnte Jürgen Gangl einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 35.000 Euro überreichen. Mit dem Geld wird die Michael-Stich-Stiftung den Verein Straßenkinder unterstützen, der im Oktober ein Haus für obdachlose Jugendliche in Lichtenberg eröffnet.