Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird heute wichtig? Zuerst ein Blick auf die Termine des Tages:
- Demonstration gegen Rechtsextremismus: Ein Bündnis aus mehr als 80 Organisationen ruft ab 14 Uhr unter dem Motto „Zeit, dass sich was dreht“ zu einer Großdemonstration für eine offene Gesellschaft auf. Die Demonstrationszüge starten unter anderem am RAW-Gelände, am Potsdamer Platz und am Rosa-Luxemburg-Platz.
- Festival der Riesendrachen: Ab 11 Uhr steigen über dem Tempelhofer Feld mehr als 2000 Drachen in den Himmel. Veranstalterin des ganztägigen Spektakels ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land.
Neues aus Berlin
Das Rennen um das Berliner Abgeordnetenhaus scheint noch immer offen zu sein. Schafft es die mitregierende CDU noch, erneut als stärkste Partei den Regierenden Bürgermeister stellen zu können? Oder läuft es tatsächlich auf einen Sieg der Linkspartei hinaus? Dann könnte Spitzenkandidatin Elif Eralp in das Rote Rathaus einziehen.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
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Die Linke allerdings ist sich auch wenige Tage vor der Stimmabgabe nicht einig, ob sie denn überhaupt regieren will. So schrieb die Neuköllner Politikerin Vanessa Emde jetzt auf Instagram: „Lieber richtig in die Opposition als falsch in die Regierung“. Emde kandidiert auf Listenplatz 2 in Neukölln, ein Platz im Abgeordnetenhaus ist ihr so gut wie sicher.

Schon der Titel ihres Insta-Beitrags lässt Zweifel aufkommen, ob sie regieren will. Die Begründung für ihre Haltung aber ist noch erstaunlicher: Berlin sei verschuldet und der Spielraum für eine Erhöhung der Einnahmen fehle, berichten Hans Hartmann und Philipp Siebert. Deswegen könne „konsequente“ linke Politik nicht finanziert werden. Dann lieber in die Opposition.
Vorbild FDP? „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“ So wurde 2017 Christian Lindner beim Abbruch der Jamaika-Sondierungen zitiert. Lindner verzichtete auf eine Beteiligung. Was die Linke in Neukölln angeht, analysiert Gilbert Schomaker, stellvertretender Chefredakteur, in seinem Kommentar: Warum die Linkspartei nicht regierungsfähig ist.
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Außerdem wichtig
Deutliche Versäumnisse: Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 16-Jährigen im Neuköllner Jugendclub Wutzkyallee sieht die Kommission zur Aufklärung des Vorfalls zwar kein Vertuschungsvorgehen, wohl aber deutliche Versäumnisse, wie Hannah Köllen erfuhr. Kritik gibt es vor allem daran, dass kein Schutzkonzept vorlag. Neukölln braucht schnell ein verlässliches Jugendamt – und den Jugendclub, kommentiert sie.
„Vertrauen ist mein Grundprinzip“: Engin Çatik gilt als der Retter der Berliner Schulen. Zwei Berliner Schulen hat er aus der Krise geholfen. In seinem Buch erklärt der 40-Jährige, warum er keinen Schüler aufgibt, wie ihn seine eigene Biografie prägt und warum zur Rettung einer Schule immer ein Team nötig ist. Hannah Köllen hat ihn getroffen.

Gegen den Kirchentrend: Die Luisenkirche ist die älteste Kirche Charlottenburgs. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen verzeichnet die Gemeinde laut Pfarrerin Anne Hensel sogar steigende Mitgliederzahlen. Woran das liegen könnte, hat sich Norman Börner angesehen.
Prominente Schützenhilfe: Der Streit um die Randbebauung des Tempelhofer Feldes ist noch lange nicht vorbei. Schauspielerin Jella Haase wirbt in einem viral gegangenen Video für den Erhalt des Feldes. Gleichzeitig kämpfen Initiativen wie die Kopernikushöfe und „Rettet den Ilse-Kiez“ für die Bebauungspläne, schreibt Johannes Vetter.
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Ihre Heike Dietrich
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