Der flüchtige Windkraft-Betrüger Hendrik Holt hat sich offenbar ins Ausland abgesetzt. „Seine Anwältin hat sich gemeldet“, sagte Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) am Mittwoch im Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses. „Er habe das Bundesgebiet verlassen und wolle nicht zurückkehren.“ Die Fahndung nach dem 36-Jährigen läuft mit einem EU-weiten Haftbefehl. Holt wiederum hatte zuletzt auf seinem Instagram-Profil vorgegeben, sich in Moskau aufzuhalten. „Sehr schön hier. Der Kaviar ist fantastisch“, schrieb er dazu.

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Holt war zuletzt in der Berliner JVA des offenen Vollzugs untergebracht. Dorthin kehrte er am 25. August nach einem Ausgang nicht zurück. Die Gründe dafür sind laut Badenberg nicht bekannt. „Seine Anwälte haben versichert, dass sie ihn zu erreichen versuchen und dazu bewegen wollen, zurückzukehren.“
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Holt ist 2022 vom Landgericht Osnabrück in mehreren Verfahren zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt worden. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung, Urkundenfälschung. Er hatte Windparks an ausländische Stromkonzerne verkauft, die in Wahrheit nicht existierten. Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen. Seit Ende Oktober 2024 war Holt im offenen Vollzug untergebracht.
2022 hatte das Landgericht Osnabrück Holt zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung und Urkundenfälschung. Der 36-Jährige war seit Ende Oktober 2024 im offenen Vollzug. Auf seiner Flucht soll er Frau und Kind zurückgelassen haben. Über Holt und seinen Fall gab es zuletzt eine Dokumentation in der ARD.






