Der Gedenkort für die Opfer des islamistischen Terroranschlags am Christopher Street Day (CSD) bekommt seine Regenbogenbank zurück. Schon am kommenden Montag soll im Berliner Tiergarten eine neue Sitzbank in Regenbogenfarben stehen. Das teilte das Bezirksamt Mitte mit.

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Unbekannte hatten die alte Bank in der Nacht zum 1. September zerstört und die farbigen Holzbohlen abgerissen. Aufgestellt worden war sie als Zeichen für eine offene Gesellschaft.

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Junger Baum an Gedenkstätte neu gepflanzt

In der Nacht zum vergangenen Sonntag wurde zudem ein junger Ahornbaum an der Gedenkstätte aus der Erde gerissen. Laut Bezirksamt kann er voraussichtlich gerettet werden. Es sei am Dienstag erneut gepflanzt und mit einer sogenannten Unterflurverankerung noch stärker gesichert worden als vorher. Das Baumgitter wurde ebenfalls wieder aufgestellt und mit Erdankern befestigt.

Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger (Grüne), hatte von einem „Akt der Barbarei“ gesprochen. Wer diesen Gedenkort angreife, greife auch das Zeichen an, das dort gesetzt werden solle: „für Vielfalt, für Solidarität und gegen Hass“.

Bei dem Terroranschlag am 25. Juli war der islamistische Attentäter mit einem Wagen in eine Menschengruppe gefahren und gegen einen Baum geprallt. Danach griff der 21-jährige Mann mit einer Machete weitere Menschen an, bevor er floh. Eine Frau wurde getötet und 31 Menschen zum Teil schwer verletzt. Einen Tag später erschossen Polizisten den Attentäter.

Regenbogenbank in Schöneberg schwarz beschmiert

Am Innsbrucker Platz im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist diese Woche eine Regenbogenbank mit schwarzer Farbe beschmiert worden. Sie soll im Laufe des Monats entfernt und ersetzt werden, wie das Bezirksamt am Dienstag mitteilte.

„Tempelhof-Schöneberg steht für Vielfalt, Respekt und ein Miteinander ohne Ausgrenzung“, sagte Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann (Grüne). „Die queere Community ist ein fester Bestandteil unseres Bezirks.“ Den Angaben zufolge wurde die Bank in Regenbogenfarben am Montag beschmiert.

pau/dpa