Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird heute wichtig? Zuerst ein Blick auf die Termine des Tages:
- Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch und Psychologe Ahmad Mansour besprechen Ergebnisse des Konflikt- und Gewaltbarometers an Schulen. Günther-Wünsch erläutert mit Ahmad Mansour, Gründer und Geschäftsführer von MIND prevention, wie Berlin Prävention stärken, bei Konflikten früher und wirksamer eingreifen und Gewalt und Grenzüberschreitungen konsequent begegnen will.
- Pressekonferenz zur Demonstration Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn unter dem Motto „Her mit den Wohnungen! Runter mit den Mieten!“ (05.09.26) u.a. mit Katja Karger, Vorsitzende DGB Berlin-Brandenburg, Wibke Werner, Geschäftsführerin Berliner Mieterverein, und Nico Hertz, Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen.
- Eröffnung des 26. Internationalen Literaturfestivals Berlin.
Neues aus Berlin
Wir Journalisten stehen ja immer im Verdacht, alles nur schlechtzureden. Zum Teil stimmt das ja. Denn es ist unsere Aufgabe, Missstände aufzudecken. Aber wir bei der Berliner Morgenpost pflegen auch den konstruktiven Journalismus. Zwei gute Beispiele möchte ich Ihnen heute vorstellen.
Es ist eine Graswurzelbewegung, aus der mehr werden kann: Seit vielen Jahren kümmern sich einige Berlinerinnen und Berliner um die Bepflanzung der Baumscheiben. Blumen, Sträucher oder hin und wieder auch bemalte Steine zieren die ansonsten trostlosen Flächen direkt am Baumstamm. Manchmal ist es der Wunsch, dass mit Blumen etwas Farbe vor die Haustür kommt. Manchmal ist der Hintergedanke, dass Hundebesitzer die Stadtbäume nicht für ihre Vierbeiner als Toilette missbrauchen sollen.
Allerdings ist – wie so häufig – „gut gemeint“ noch nicht „gut gemacht“. Da endet das bürgerschaftliche Engagement im Hochsommer, weil man zweimal am Tag gießen muss. Oder durch falsch ausgewählte Pflanzen, die schnell verblühen, sieht die Baumscheibe am Ende genauso trostlos aus wie zuvor.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
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Das Bezirksamt in Charlottenburg-Wilmersdorf will nun zusammen mit einer Bürgerinitiative Abhilfe schaffen und Hilfe geben: Denn mit dem Fachwissen der bezirkseigenen Gärtnerei sollen nun Stauden gepflanzt werden, die auch eine längere Zeit überleben. Zudem müssen die Anwohnerinnen und Anwohner nicht selbst in die Tasche greifen. Die Pflanzen stellt die Gärtnerei. Das vereinheitlicht nicht nur das Straßenbild. Es hilft dabei, die Baumscheiben längerfristig zu schützen. Auch das neue Baum-Gesetz in Berlin, mit dem Tausende neue Bäume gesetzt werden sollen, enthält einen Passus zum Schutz der Baumscheiben. Steine, an die die Hunde pinkeln können, sollen zudem den Baum schützen.
Das Beispiel zeigt, wie Bürger und Behörden Hand in Hand arbeiten können, um Berlin lebenswerter zu machen.
Und noch ein Positiv-Beispiel für bürgerschaftliches Engagement: einfach mal Müll aufheben. Felix Treibmann ist promovierter Wirtschaftsingeneur und privat Forscher. Er will herausfinden, wann und vor allem wieso Menschen freiwillig Müll aufsammeln. Meine Kollegin Miriam Schaptke hat an einem Experiment in Neukölln teilgenommen. Wir empfehlen diesen Artikel der BSR-Chefin.
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Außerdem wichtig
Steilpass für Hertha: Eine Expertenkommission empfiehlt einen Neubau für ein reines Fußballstadion neben dem Olympiastadion. Genaueres weiß Jessica Hanack.
Heikler Umzug: Millionen Steuerdaten müssen in den nächsten Tagen in Berlin auf ein neues Computersystem umziehen. Das geschieht unter großen Sicherheitsvorkehrungen. Erst kürzlich hatten Hacker es auf Daten des Senats abgesehen.
Wen wählen? Hier gibt es Antworten.
Der Wahl-Brunch der Morgenpost
Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus und neue Bezirksverordnetenversammlungen. Welche Themen bewegen die Berlinerinnen und Berliner – von den Mieten über Sauberkeit bis hin zu Bildung und Sicherheit? Dazu will die Berliner Morgenpost mit ihren Leserinnen und Lesern ins Gespräch kommen, in entspannter Atmosphäre beim gemeinsamen Frühstück.
Dafür kommt die Redaktion zu Ihnen in den Kiez und lädt zu drei „Wahl-Brunches“ ein:
am Samstag, 5. September, ins Restaurant Sonnendeck in Oberschöneweide,
am Samstag, 12. September, ins Tomasa Lichterfelde
und am Sonntag, 13. September, ins Milchmanns in Pankow.
Um daran teilzunehmen, benötigen Sie ein Ticket. Diese sind online für 7,50 Euro zzgl. Servicegebühr unter morgenpost.de/mittendrin-tickets erhältlich. Im Preis enthalten sind die Teilnahme am Morgenpost-Wahl-Brunch, Speisen im Rahmen eines kleinen Frühstücks sowie ein alkoholfreies Getränk pro Person. Tickets gibt es, solange die Plätze reichen.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Donnerstag.
Ihr Gilbert Schomaker
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