Der Cyberangriff auf Teile der Berliner Verwaltung ist nicht weniger als einer der schwersten IT-Vorfälle in der Geschichte der Hauptstadt. Die Ransomware-Gruppierung Rhysida hat sich zur Tat bekannt und fordert bis Freitag ein Lösegeld von zwei Millionen Euro. Die Angreifer kontaktierten offenbar auch einzelne Behördenmitarbeiter, um Lösegeld zu fordern. Das berichtet „Spiegel Online.“

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Das Magazin zitiert aus einem Rundschreiben des Berliner IT-Staatssekretärs Florian Hauser an die Beschäftigten des Landes Berlin, in dem er vor Einschüchterungsversuchen der Angreifer warnt. Die Angreifer würden versuchen, Verunsicherung zu stiften. „Sollte es zu Kontaktaufnahmen (etwa Lösegeldforderungen und Drohungen) durch angebliche oder mögliche Täter kommen, gehen Sie bitte unter keinen Umständen auf diesen Kontaktaufnahmeversuch ein“, heißt es in dem Rundschreiben.
Auch interessant
Cyberattacker in Berlin: Angreifer kontaktierten auch führende Senatsmitarbeiter
Auch führende Senatsmitarbeiter sollen per Telefon und über die sozialen Medien kontaktiert worden sein. Die Beschäftigten wurden dazu aufgerufen, wachsam zu sein und Absenderadressen doppelt zu prüfen. Warum die Angreifer die Verwaltungsmitarbeiter direkt kontaktierten, ist unklar. Denkbar ist, dass die Gruppierung den Druck bezüglich ihrer Lösegeldforderung erhöhen wollte.
Die Gruppe hat die gestohlenen Daten seit vergangenem Freitag im Darknet im Rahmen einer Auktion zum Kauf angeboten. „Das Mindestgebot liegt bei 30 Bitcoins, also rund zwei Millionen Euro. Die Versteigerung läuft bis Freitag“, sagte Senatssprecherin Christine Richter. „Es muss davon ausgegangen werden, dass die Daten im Anschluss weiterveräußert oder ganz oder in Teilen veröffentlicht werden.“ Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte am Freitag erklärt, das Land Berlin lasse sich nicht erpressen.
rk/dpa





