Nach Einbrüchen beim Handball-Bundesligisten Füchsen Berlin sowie zahlreichen weiteren Straftaten ist ein 42-Jähriger zu insgesamt sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Im Fall der Meisterschale der Füchse Berlin, die der Mann bei einem Einbruch in die Geschäftsstelle des Handball-Bundesligisten am Gendarmenmarkt versteckt hatte, kam es allerdings nicht zu einer Verurteilung. Das Landgericht Berlin habe eine Zueignungsabsicht des Angeklagten verneint, teilte eine Gerichtssprecherin mit.

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In dem Prozess ging es um eine Tatserie zwischen 2023 und 2026, darunter 25 Einbrüche. Zweimal war der Angeklagte bei den Füchsen eingebrochen und hatte dabei laut Ermittlungen Bargeld in Höhe von 24.300 Euro gestohlen. Die Meisterschale habe er aber nicht behalten wollen und aus „Jux“ versteckt, erklärte der geständige Angeklagte.
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Der 42-Jährige wurde unter anderem des Diebstahls in 26 Fällen sowie des Computerbetrugs in 64 Fällen schuldig gesprochen. Das Gericht habe unter Einbeziehung einer früheren Verurteilung zwei Gesamtstrafen von drei Jahren beziehungsweise drei Jahren und neun Monaten Haft verhängt. Zudem sei die Einziehung von Wertersatz in Höhe von rund 160.000 Euro angeordnet worden, so die Gerichtssprecherin.
Trophäe galt monatelang als verschwunden
Die deutsche Handball-Meisterschale, die die Füchse Berlin Anfang Juni 2025 erstmals gewonnen hatten, galt monatelang als verschwunden. Sie wurde schließlich bei einer Inventur in einem selten genutzten Keller der Geschäftsstelle entdeckt. Der Angeklagte hatte die Trophäe bei der Tat am 18. November 2025 hinter Kartons versteckt.
Die Serie von Einbrüchen begann laut Anklage im Februar 2023 in einem Bürgeramt. Bei mehreren Taten habe der 42-Jährige auch EC-Karten erbeutet und damit Geld an Automaten abgehoben.
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Der angeklagte Berliner, der seit mehr 20 Jahren immer wieder wegen Diebstahls aufgefallen ist und bereits Haftstrafen verbüßen musste, befindet sich seit Mitte Januar in Untersuchungshaft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
lth/dpa





