Zwischen Berlin und Warschau soll künftig häufiger ein Zug fahren. Der polnische Fernverkehrsanbieter PKP Intercity will das Angebot auf der wichtigen Verbindung ausweiten und hat dafür einen Antrag bei der polnischen Eisenbahnaufsicht eingereicht. Das berichtet das polnische Fachmagazin „Rynek Kolejowy“ in seiner Online-Ausgabe. Doch auf deutscher Seite bremsen zahlreiche Baustellen und geplante Streckensperrungen den Ausbau.

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Derzeit verbindet der Berlin-Warschau-Express die beiden Hauptstädte siebenmal täglich. Nach den Plänen von PKP Intercity sollen drei weitere Verbindungen hinzukommen. Geplant sind ein zusätzlicher Zug am Morgen sowie zwei weitere am Abend.
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Damit könnte insbesondere eine große Lücke im Fahrplan geschlossen werden. Von Berlin aus verkehren die Züge derzeit bis etwa 17.30 Uhr im Zwei-Stunden-Takt. Danach müssen Reisende mehrere Stunden auf die nächste Verbindung warten, die erst gegen 20.30 Uhr startet.
Drei zusätzliche Züge geplant
Auch in Warschau sollen die zusätzlichen Züge am Morgen beziehungsweise Nachmittag und Abend starten. Vorgesehen sind Abfahrten um 8, 16 und 19 Uhr. An der Fahrzeit soll sich dagegen nichts ändern: Die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten dauert weiterhin etwa fünf Stunden.
Auch die bisherigen Halte bleiben bestehen. Dazu zählen unter anderem Posen, Frankfurt (Oder) sowie mehrere Bahnhöfe in Polen. Die zusätzlichen Züge sollen vollständig von PKP Intercity betrieben werden.
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Ob das erweiterte Angebot bereits mit dem Fahrplanwechsel im Dezember starten kann, ist allerdings noch offen. Zunächst muss die polnische Aufsichtsbehörde dem Antrag zustimmen. Zudem könnten Bauarbeiten auf beiden Seiten der Grenze die Pläne erschweren.
Bahnstrecke zwischen Berlin und Polen immer wieder gesperrt
Schon heute ist die Verbindung zwischen Berlin und Warschau nicht durchgehend verfügbar. Wegen Bauarbeiten auf deutscher Seite fahren die Fernzüge derzeit nicht regulär bis Berlin. Noch bis zum kommenden Sonntag müssen Reisende auf einem Teil der Strecke auf Busse ausweichen. Nach Angaben der Deutschen Bahn soll der Berlin-Warschau-Express ab dem 25. August wieder regulär unterwegs sein.
Und auch danach drohen weitere Einschränkungen. Die Deutsche Bahn plant eine umfassende Sanierung der Strecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder). Nach bisherigen Planungen könnte die wichtige Verbindung im Jahr 2029 für neun Monate vollständig gesperrt werden.
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Auf der Strecke verkehren nicht nur die Fernzüge nach Polen. Auch der Regionalexpress RE1 und zahlreiche Güterzüge nutzen die Verbindung. Brandenburg, Kommunen und Wirtschaftsverbände hatten die geplante lange Sperrung deshalb bereits kritisiert.
Auch Richtung Stettin gibt es Probleme
Probleme gibt es zudem auf weiteren Bahnstrecken Richtung Polen. Die Verbindung zwischen Angermünde und Stettin wird seit Jahren ausgebaut. Der ursprünglich für 2025 vorgesehene Abschluss des Ausbaus des zweiten Gleises auf deutscher Seite wurde inzwischen auf Dezember 2027 verschoben. Während der Arbeiten müssen Reisende teilweise auf Busse umsteigen.
Auch zwischen Pasewalk und Stettin besteht derzeit kein regulärer Zugverkehr. Eine weitere wichtige Verbindung, die Ostbahn über Küstrin, ist ebenfalls nicht als einfache Ausweichstrecke für den Berlin-Warschau-Express geeignet. Unter anderem fehlt dort die durchgehende Elektrifizierung.
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Dabei wächst die Bedeutung der Bahnverbindung zwischen Berlin und Polen. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 war das Angebot auf der Strecke bereits deutlich ausgeweitet worden. Nun will PKP Intercity noch einmal nachlegen.
Ob die zusätzlichen Züge tatsächlich fahren können, hängt damit nicht allein von Polen ab. Neben der Genehmigung stehen vor allem die zahlreichen Bauarbeiten auf deutscher Seite einem verlässlichen und dichteren Bahnverkehr im Weg.











