Liebe Leserin, lieber Leser,

Was wird heute wichtig? Hier sind die Termine des Tages:

• In der Julius Leber-Kaserne wird heute der Informations- und Gedenkort Julius Leber eröffnet. Leber gehörte dem Widerstand um Claus Schenk Graf von Stauffenberg an und wurde am 5. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

• Berlins Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) stellt gemeinsam mit dem Institut SÖSTRA das Berliner Betriebspanel 2025 vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie viele der rund 1000 befragten Berliner Betriebe bereits Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz einsetzen.

• DB Regio präsentiert einen neuen fünfteiligen Doppelstocktriebzug sowie den aktuellen Stand des künftigen Verkehrsvertrages Netz Nord-Süd 2. Mit dabei sind Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach, Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde sowie Staatssekretärin Ines Jesse aus dem Infrastrukturministerium Mecklenburg-Vorpommern.

Neues aus Berlin

Der Volksentscheid gegen die Bebauung des Tempelhofer Felds liegt schon zwölf Jahre zurück. Doch noch immer ist das Thema ein heißes Eisen in der Stadt. Damals waren 64,3 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen zugunsten des Gesetzentwurfs der Initiative „100 % Tempelhofer Feld“ entfallen. Der Gesetzentwurf des Abgeordnetenhauses, über den gleichzeitig abgestimmt werden konnte, wurde dagegen mit 51,2 Prozent „Nein“-Stimmen abgelehnt. Daraufhin trat das „Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes“ 2014 in Kraft.

Das allerdings waren noch andere Zeiten. In Berlin regierte eine andere Koalition. Und auch der Wohnungsmangel war noch längst nicht so groß wie heute. Wen wundert es, dass die Debatte im laufenden Wahlkampf erneut Fahrt aufnimmt.

Wohnungen für 50.000 Menschen auf dem Tempelhofer Feld: Das sieht ein neuer Vorschlag von Experten um die renommierten Architekten Hans Kollhoff und Tobias Nöfer vor. Die Idee der Initiatoren ist, dass der Bergmannkiez und der Schillerstraßenkiez in Richtung Tempelhofer Feld weitergebaut werden sollen.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

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Nun gibt es eine Einschätzung der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank des Landes, für Finanzsenator Stefan Evers (CDU). Danach rechnet sich das Vorhaben. Die Zusammenfassung des Prüfberichts liegt der Berliner Morgenpost exklusiv vor, berichtet Gilbert Schomaker, stellvertretender Chefredakteur der Berliner Morgenpost.

Die Investitionsbank kommt auf Gesamtkosten für die Erschließung und Bebauung von 7,88 Milliarden Euro. Die Architekten hatten Kosten von neun Milliarden Euro angegeben. Die IBB ist sich sicher: „Der wesentliche Teil dieser Kosten kann durch die erzielbaren Mieten erwirtschaftet werden.“

Zusammenfassend kommt die IBB zu dem Schluss, dass auch volkswirtschaftlich die Bebauung einen deutlichen Effekt hätte. Das Bruttoinlandsprodukt könnte um acht Milliarden Euro steigen. Alle Details lesen Sie hier.

Ob diese Zahlen Kritiker besänftigen? Erst kürzlich hatte die Tempelhof-Initiative dem Berliner Senat Wortbruch vorgeworfen. Die Stimmung unter den Wählern hat sich allerdings seit 2012 deutlich gedreht.

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Außerdem wichtig

Schrecklicher Fund in der Thermometersiedlung: In der Réaumurstraße in Lichterfelde ist am Mittwoch der Leichnam eines erst wenige Stunden oder höchstens einen Tag alten Neugeborenen in der Nähe eines 13-stöckigen Wohnhauses entdeckt worden. Alexander Rothe berichtet über den Fall.

Kai Wegner massiv unter Druck: Gerichtsunterlagen belegen, dass der Regierende Bürgermeister an dem eisigen 3. Januar entgegen seiner früheren Aussagen keine dienstlichen Telefonate führte. Wie sehr dies SPD, Grüne und auch Teile der CDU nur Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl erschüttert, berichten Joachim Fahrun und Julian Würzer.

Bildungsausgaben sollen trotz Sparzwang gehalten werden: Berlins Haushaltslage ist dramatisch: Doch der Vorwurf, der Senat spare gezielt an der Bildung, lässt sich im Haushalt nicht belegen. Im Gegenteil. Joachim Fahrun hat sich die Details angesehen.

Sparen will hingegen die Bundes-SPD: Wegen schlechter Wahlergebnisse und geringerer staatlicher Zuschüsse hat die Bundes-SPD die Betriebsvereinbarungen über Vergütung, Urlaube und Arbeitszeiten für rund 175 Hauptamtliche im Willy-Brandt-Haus gekündigt. Über neue Gehaltsstrukturen will sie mit freiwilligem Verzicht Kündigungen vermeiden.

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Ihre
Heike Dietrich