Liebe Leserin, lieber Leser,

normalerweise gibt es hier Hinweise auf die Termine des Tages. Aber es ist zu heiß. Deshalb ein paar Notizen zur Hitze.

• Von Extremhitze betroffen war schon gestern offenbar der Autor dieses Newsletters, also ich. Sonst hätte ich nicht geschrieben: „Selbst kleine Flaschen Sonnenbrand können einen Unterschied machen.“ Ich danke unserer freundlichen Leserin für den Hinweis und geh’ mich dann mal eincremen. Mit Sonnenmilch.

• Von Werner Graf, Spitzenkandidat der Berliner Grünen, erreichte uns die Forderung, Berlin müsse seine Museen als Schutzräume gegen die Extremhitze öffnen. Was sagen die Staatlichen Museen zu solchen Ideen? „Eine Sonderregelung für die heißen Tage“, so eine Sprecherin, „haben wir aktuell nicht, allerdings sind natürlich alle Foyers geöffnet, wie übrigens auch in der Staatsbibliothek, und es gibt zum Beispiel im Hamburger Bahnhof ticketfrei zugängliche Ausstellungsbereiche. Ansonsten hoffen wir, dass unsere Preisgestaltung (kostenfrei bis 18 Jahre, Vergünstigungen für Empfänger von Transferleistungen etc.) ausreichend Zugang ermöglicht“. Also: einfach mal vorbeischauen!

• Und sonst so? Die Berliner Freibäder rechnen an diesem Wochenende mit bis zu 100.000 Besuchern. Die Polizei will ihre Präsenz in der Stadt erhöhen. Die evangelische Kirche hat ihren Sommerempfang abgesagt. Die preußischen Schlösser schließen wegen der Hitze am Wochenende bereits um 13 Uhr. Die BVG lässt am Wochenende U-Bahnen mit maximalen Wagenzahlen fahren, damit es nicht zu eng wird. Weitere Informationen zum extremen Wetter finden Sie laufend in unserem Hitzeblog.

Neues aus Berlin
Neues aus Berlin

Aber nun zu etwas ganz anderem: zu E-Scootern. Sie wissen schon, die nervigen Stolperfallen auf den Gehwegen, die von Betrunkenen nachts gern mal in die Spree geworfen werden und gegen die blinde und sehbehinderte Menschen bereits vor Gericht gezogen sind. Der Senat von Berlin sieht darin offenbar eine Zukunftstechnologie. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner und Verkehrssenatorin Ute Bonde (beide CDU) berichteten im Abgeordnetenhaus, vor allem in den Außenbezirken solle die Rollernutzung ausgeweitet werden.

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Fragt sich nur, warum. Mein Kollege Joachim Fahrun hat sich die zugehörige Unterlage einmal angesehen. Aus ihr geht hervor, dass selbst im Sommer ein einzelner Roller statistisch gesehen pro Tag selten von mehr als zwei Personen bewegt wird. „In der kühleren Jahreszeit wird jeder Roller kaum mehr als anderthalb Mal am Tag bewegt. Die Nutzer legen im Durchschnitt Strecken zwischen 1,3 und 1,8 Kilometern zurück. Diese dauern zwischen sechseinhalb und achteinhalb Minuten. Das bedeutet, dass jeder E-Roller statistisch gesehen 23 Stunden und rund 45 Minuten am Tag stillsteht.“

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Bleiben Sie cool – und haben Sie ein schönes Wochenende!

Ihr Felix Müller

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