Seit Ende 2024 halten stetige Schüsse Berlins Polizei und Staatsanwaltschaft auf Trab – sehr zulasten des allgemeinen Sicherheitsgefühls in der Stadt. Ein Großteil der Schussabgaben steht dabei in Verbindung mit Schutzgelderpressungen im türkisch-kurdischen Milieu, begangen von türkischen Banden, die teils harmlos klingende Namen wie „Die Daltons“ tragen.
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Nun steht mit dem 26-jährigen Dogu D. ein „Dalton der ersten Stunde“ vor dem Landgericht Berlin. Das wurde dieser Redaktion aus Sicherheitskreisen bestätigt. Am Dienstag begann der Prozess gegen ihn und einige seiner Komplizen.
Türkische Bande terrorisierte einen Gastronomen über Monate
Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft: Verstoß gegen das Waffengesetz, versuchte besonders schwere räuberische Erpressung, Bedrohung und Sachbeschädigung. Neben D. sitzen Berkay K. (21), Mustafa A. (25) und Ahmet S. (24) auf der Anklagebank. Sie alle sind türkische Staatsbürger, in der Türkei geboren und befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Den Ermittlern zufolge sollen sie den 47-jährigen Inhaber eines Lokals in Neukölln von September bis Dezember 2025 durchgehend erpresst haben.
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Und das mit brutalsten Methoden. Laut Anklage verlangten sie eine Zahlung von 2000 bis 5000 Euro Schutzgeld für eine nicht näher konkretisierte „Unterstützung“ und bedrohten ihr Opfer mit Schüssen, einer Eisenstange und dem Einsatz von Handgranaten. An verschiedenen Abenden sollen sie etwa damit gedroht haben, sein Restaurant „komplett zu zerlegen“ oder auch den Gästen eines Konzerts in seiner Gaststätte etwas zu Leide zu tun. Am 1. November 2025 soll Drahtzieher D. sodann dem Geschädigten telefonisch gesagt haben, dass er dessen Familie umbringe, sofern die Geldforderung nicht erfüllt werde.
Schüsse in einem Café in Gesundbrunnen
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Parallel dazu sind Dogu D.‘s Männer fürs Grobe Berkay K. und Mustafa A. wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Die beiden sollen am 19. Juli 2025 in einem Café in Gesundbrunnen einen 18-Jährigen wegen eines vorgegangenen Streits angegriffen und mit einer Waffe zweimal ins Bein geschossen haben. Der Attackierte kam lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus. Ob auch diese Tat mit den Schutzgelderpressungen in Verbindung steht, blieb zunächst unklar. Am Dienstag äußerte sich keiner der Beschuldigten zu den Vorwürfen. Für den Prozess sind bislang 16 weitere Tage bis zum 8. Oktober terminiert.
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Massive Zunahme der Schusswaffengewalt in Berlin
2025 zählte die Polizei 1119 Fälle von Schusswaffengebrauch, etwas mehr als die Hälfte waren Drohungen, in 515 Fällen wurde geschossen. Das waren insgesamt 68 Prozent mehr Straftaten, bei denen mit Waffen gedroht oder geschossen wurde, als im Vorjahr 2024. Die Polizei geht unter anderem mit einer eigenen Sondereinheit namens „Ferrum“ dagegen vor.









