Berlin hat große Pläne. Der Senat will die Olympischen Spiele 2036 und die Weltausstellung „Expo“ 2035 in die Stadt holen. Doch bei dem einen gib es jede Menge Gegenwind, bei dem anderen geht bisher wenig voran. Nun unternimmt SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach einen Anlauf, um neuen Schwung in die Angelegenheit zu bringen. Wie der rbb berichtet, hat die SPD einen außerplanmäßigen Koalitionsausschuss einberufen, um das Thema Anfang Juni zu besprechen. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) unterstützt die Expo-Pläne bisher eher halbherzig und priorisiert die Olympischen Spiele.

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Zudem hatte sich Wegner zuletzt in der Sache eine Klatsche von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eingefangen. Woidke hält ein neues, gemeinsames Expo-Konzept mit Berlin für nötig. „Wenn es eine Expo gibt für die gesamte Hauptstadtregion, dann muss es hier einen völlig neuen Ansatz geben“, hatte Woidke am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur gesagt. „Wir werden uns an keinem Berliner Konzept beteiligen.“ Nach Angaben der Staatskanzlei laufen bereits Gespräche mit Berlin.
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Private Berliner Initiative will Brandenburg stärker einbinden
Auch die private Berliner Initiative für eine Expo 2035 will Brandenburg bei einer Bewerbung stärker einbinden. „Es kann nur mit dem Hauptgelände in Schönefeld auch zu einer brandenburgischen Erzählung werden“, sagte der Geschäftsführer der Expo 2035 Berlin GmbH, Henning Wehmeyer, der Deutschen Presse-Agentur. „Das können wir nur gemeinsam entwickeln.“ Wehmeyer spricht sich für eine gemeinsame Weltausstellung auf einem rund 200 Hektar großen Gelände in der Gemeinde Schönefeld zwischen der Landesgrenze und dem Flughafen BER aus.
Es habe eine Berlin-Lastigkeit gegeben, räumte der Geschäftsführer der Expo-Initiative ein. Die Menschen, die sich anfänglich dafür engagiert hätten, seien aus Berlin gekommen. „Wir müssen konzeptionell näher an Brandenburg ranrücken und mit Brandenburg zusammenarbeiten.“
Die Wirtschaft in Berlin und Brandenburg wirbt massiv für eine Expo in der Hauptstadtregion und sieht positive wirtschaftliche Effekte. Auch in Kommunen wie Schönefeld gibt es Unterstützung. Allerdings findet die Debatte vor dem Hintergrund knapper Finanzen statt.
Die Bewerbungsphase läuft bereits. Die bisher letzte Weltausstellung in Deutschland fand 2000 in Hannover statt. Sie sorgte für Kosten in Milliardenhöhe, es entstand ein Defizit.
dpa/BM







