Die Berliner Feuerwehr verzeichnete im vergangenen Jahr erneut einen Einsatzrekord. Mit insgesamt 558.293 Einsätzen im Jahr 2025 ist ein Plus von 4,9 Prozent gegenüber 2024 (532.293) zu verzeichnen. Damit überschritt die Feuerwehr zum vierten Mal in Folge die Marke von einer halben Million Einsätzen – zuletzt lag die Zahl der Einsätze im Jahr 2020 mit 498.723 knapp unter dieser Schwelle. Das geht aus dem Jahresbericht der Feuerwehr hervor, der am Freitag vorgestellt wurde.

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Demnach wurde 2025 im Schnitt alle 28 Sekunden die 112 gewählt. Die Zahl der Notrufe ging dabei von 1.146.439 im Jahr 2024 auf 1.132.637 leicht zurück. Rettungswagen mussten im Schnitt alle 62 Sekunden ausrücken. Alle 24 Minuten wurde außerdem ein Brand gemeldet.
Berliner Feuerwehr setzt auf Datenstrategie gegen Ressourcenknappheit
Der Bericht warnt davor, dass diese Entwicklung zu Problemen führen kann. „Die Zahl der Einsätze bei der Berliner Feuerwehr steigt stetig, während Personal und Fahrzeuge nicht im gleichen Maße mitwachsen“, heißt es. „Diese Schere gefährdet langfristig die schnelle Hilfe für die Bevölkerung.“ Dem wolle die Feuerwehr mit einer „zentralen Datenstrategie“ entgegenwirken.
Man wolle Daten aus bislang isolierten Quellen verknüpfen, um auf Grundlage „aussagekräftiger Analysen“ dann zu „datengestützten Entscheidungsgrundlagen“ zu gelangen. „Dies sorgt für einen effizienteren Einsatz von knappen Ressourcen bei Personal und Material“, heißt es weiter. Auch künstliche Intelligenz soll eingesetzt werden.
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Feuerwehr verzeichnet mehr Personal und Rekord bei Auszubildenden
Allerdings habe man beim Personal auch Zuwächse verzeichnen können. Die Berliner Feuerwehr verfügt laut Bericht über 5214 Stellen und damit 2,7 Prozent mehr als 2024. „Die Anzahl der Auszubildenden hat dank der Ausbildungsoffensive der Berliner Feuerwehr erstmals die Marke von 1000 überschritten“, heißt es. Insgesamt gebe es aktuell 1029 Nachwuchskräfte – davon 133 (13 Prozent) weiblich. Ein Anstieg, den die Behörde auf ihr Frauen-Mentoring-Programm zurückführt.
„Die Anzahl der ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren ist mit 1663 Kräften nahezu gleichgeblieben, während sich die Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehr mit 1353 jungen Brandschützerinnen und Brandschützern um 3,8 % gegenüber dem Vorjahr steigern konnte“, schreibt die Feuerwehr.
Feuerwehr Berlin: Notfallrettung und Fehlalarme nehmen deutlich zu
Anders als in vielen anderen Städten ist die Berliner Feuerwehr nicht nur für Brandbekämpfung, sondern auch für den Rettungsdienst zuständig. Der macht auch einen Großteil der Einsätze aus. So wurden die meisten bei der medizinischen Gefahrenabwehr verzeichnet (502.204). Dabei verzeichnet die Behörde Anstiege in allen Unterkategorien. Die meisten Einsätze entfielen dabei mit Abstand auf die Notfallrettung (457.560, +3,9%). Auch die Zahl der Fehlalarme in diesem Bereich „erfuhr mit 28.275 Einsätzen einen Zuwachs um 9,8 %“.
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Die Einsatzzahlen bei der technischen Gefahrenabwehr – also Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung – stiegen ebenfalls um 7,7 Prozent auf 49.489. Im Schnitt war hier jeder siebte Einsatz ein Fehlalarm. Der Berliner Senat hatte mit einem neuen Rettungsdienstgesetz auch schärfere Sanktionen bei Missbrauch angekündigt.
Die Berliner Feuerwehr ist nicht nur die größte, sondern auch die älteste Berufsfeuerwehr Deutschlands. Gegründet 1851, feiert sie in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen.








