Berlin bewirbt sich um die Austragung Olympischer Spiele. Im Berliner Abgeordnetenhaus stimmten die Regierungsfraktionen von CDU und SPD sowie die AfD am Donnerstag für die Bewerbung. Zuvor hatte die Opposition kritisiert, die Hauptstadt könne sich die Austragung in schwierigen Haushaltszeiten nicht leisten. CDU und SPD hatten ihrerseits auf Zukunftschancen und zusätzliche Investitionen verwiesen.

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Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September final über den deutschen Bewerber. Infrage kommen die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Neben Berlin bewerben sich München, Hamburg und die Region Rhein-Ruhr um die Spiele. Rund eine Woche vor der DOSB-Entscheidung wird in Berlin ein neues Parlament gewählt (20. September).

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Philipp Bertram, Abgeordneter der Linken, stimmte anders als seine Fraktion für eine Berliner Olympia-Bewerbung und widersprach der Argumentation seiner Fraktion. Wenn man die Kosten für die Spiele allein in Relation zu ein paar Tagen Sportgroßveranstaltung stelle, sei das ein „Trugschluss“. Und wenn man den Berlinern suggeriere, man könne die Sportstätten der Hauptstadt ohne die Olympischen Spiele sanieren, dann sei das „Augenwischerei“, so Bertram.

Anfang Mai hatte der Berliner Senat das Konzept für die Olympischen und Paralympischen Spiele beschlossen. Es setzt fast ausschließlich auf schon bestehende Sportstätten. Dazu sollen diverse Wettbewerbe als „Cityevents“ auf dem Tempelhofer Feld oder an anderen attraktiven Orten in der Stadt stattfinden. Die Kosten für das Mega-Event gehen in die Milliarden.

mit dpa