Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) werden am Dienstag im Berliner Senat ihre Olympia-Pläne präsentieren. Erste Visualisierungen aus dem Haus der „Kulturprojekte Berlin“, über die die „B.Z.“ berichtet hatte, zeigen olympische Ringe an markanten Punkten der Stadt. Sollte Berlin den Zuschlag bekommen, wird die Eröffnungsfeier laut dem Bericht auf dem Tempelhofer Feld stattfinden. Hauptattraktion soll eine Fußgängerrampe über das Brandenburger Tor werden.

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Grünen-Politikerin Klara Schedlich will sich davon nicht blenden lassen. „Statt in gigantische olympische Ringe um den Fernsehturm sollten die Gelder lieber in unsere Schulen, Sportvereine und Schwimmbäder fließen“, teilte sie mit.
Olympia in Berlin: Das ist der Stand der Finanzplanung
Sie stört sich insbesondere an der Finanzplanung. In der Senatsvorlage, der Grundlage für die Besprechung am Dienstag, wird damit gerechnet, dass dem Land Berlin für die Organisation und Durchführung der Spiele keine Kosten entstehen. Vielmehr ergebe sich ein Überschusspotenzial in Höhe von rund 420 Millionen Euro.
Daneben seien für Infrastruktur- und Entwicklungsmaßnahmen Investitionen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro nötig. Sie würden von Bund, Land und Wirtschaft getragen und hätten einen langfristigen Nutzen für die Stadtgesellschaft, heißt es in der Vorlage.
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Die dritte Säule der Finanzierung sind die Ausgaben für öffentliche Dienstleistungen. Allen voran: die Gewährleistung der Sicherheit und ein Mobilitätskonzept. Diese Kosten übernehmen das Land und der Bund. Die Höhe der Kosten würde von der konkreten Ausgestaltung der Spiele abhängen. Sie könne erst im weiteren Planungsprozess festgelegt werden.
Klara Schedlich: „Haushaltspolitisch hochgradig unseriös“
Schedlich hält das Finanzkonzept für nicht aussagekräftig genug. „Haushaltspolitisch ist das Olympiakonzept des Wegner-Senats hochgradig unseriös“, kritisiert sie. „Es gibt keine transparente Prognose, wie viele Milliarden die Austragung kosten wird. Damit kann auch ein angebliches Überschusspotenzial nicht seriös prognostiziert werden.“







