Nun macht auch Berlin den nächsten Schritt im Rennen um die Olympischen Spiele: Die Stadtgesellschaft der Hauptstadt hat im Roten Rathaus die Bürgercharta für die Bewerbung für Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 mit zehn Handlungsempfehlungen an den Senat übergeben: „Ich bin für Olympia in Berlin, weil dieser Prozess bewiesen hat, dass die gesamte Stadt durch die Spiele gewinnen kann, wenn wir die Menschen von Anfang an mitnehmen“, sagte Christian Krüger vom Bürgerforum.

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Die Erklärung zeige eindrucksvoll, wie stark sich die Berlinerinnen und Berliner für Olympische und Paralympische Spiele einsetzen, erklärte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner. „Ihre Ideen und ihr Engagement machen deutlich: Olympische und Paralympische Spiele können ein echter Antrieb für die Entwicklung unserer Stadt sein – im Sport, Mobilität, Kultur, Städtebau und auch für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt“, meinte der CDU-Politiker.

Eine der Bürger-Empfehlungen: bezahlbarer Wohnraum

Die zehn Handlungsempfehlungen umfassen unter anderem:

  • die Stärkung des Ehrenamts und des Vereinssports
  • wohnortnahe Sport‑ und Bewegungsangebote
  • nachhaltige und barrierefreie Mobilität
  • bezahlbarer Wohnraum, klimaresiliente Stadtentwicklun
  • die Einbindung der lokalen Wirtschaft
  • ein stadtweites Kulturprogramm
  • die aktive Beteiligung junger Menschen

Die Bürgercharta ist das Ergebnis verschiedener Beteiligungsmöglichkeiten für die Berliner und Berlinerinnen. Es gab Workshops, die Kiez-Tour in allen Bezirken, eine Online-Beteiligung und das Bürger- und Jugendforum. 

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Ein von der Regierung initiiertes Referendum gibt es in Berlin aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht. Nach der Volksinitiative des Landessportbundes (LSB) zur Bewerbung Berlins um Olympische und Paralympische Spiele wird das Abgeordnetenhaus aber über einen Beschluss abstimmen. Das Bündnis NOlympia, das sich gegen die Spiele in Berlin ausspricht, strebt ein Volksbegehren an. 

Eine Umfrage in der Hauptstadt ergab zuletzt, dass 60 Prozent eine Bewerbung unterstützen. In München und Nordrhein-Westfalen gab es von der Bevölkerung schon ein klares Ja für die Olympia-Projekte. Hamburg stimmt Ende Mai ab. 

Die finale Entscheidung über den deutschen Bewerber will der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im September treffen. Offen ist, ob der DOSB sich für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewirbt.

dpa